Delivery Hero setzt auf Kontinuität und erweitert gleichzeitig sein Führungsteam. Der Berliner Lieferkonzern gab am 7. Januar 2026 gleich mehrere Personalentscheidungen bekannt, die den strategischen Kurs der kommenden Jahre prägen dürften.

Johannes Bruder, bislang Chief Product Officer, rückt zum 1. Januar 2026 in den Vorstand auf. Damit wächst die Führungsspitze von drei auf vier Mitglieder. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2018 bei Delivery Hero und hat zuvor bei Rocket Internet sowie Google gearbeitet.

Tech-Fokus im Mittelpunkt

Die Berufung Bruders hat einen klaren Hintergrund: Das Unternehmen will seine Technologieausrichtung stärken. Bruder verantwortete den Aufbau einer einheitlichen globalen Plattform, die Kunden, Partner und Fahrer über alle Märkte hinweg verbindet.

Besonders die Integration KI-gestützter Automatisierung gilt als sein Verdienst. Diese ermöglicht eine effiziente Skalierung bei gleichzeitig lokalisierter Nutzererfahrung – ein Spagat, den viele globale Plattformen nicht bewältigen.

Vertragsverlängerungen für CEO und COO

Parallel verkündete der MDAX-Konzern die Verlängerung zweier Vorstandsverträge. CEO und Mitgründer Niklas Östberg sowie Chief Operating Officer Pieter-Jan Vandepitte bleiben dem Unternehmen drei weitere Jahre erhalten. Ihre Verträge, die regulär 2026 ausgelaufen wären, wurden bis Ende April 2029 verlängert.

Die Vertragslaufzeiten im Überblick: CFO Marie-Anne Popp ist bis Ende Januar 2028 gebunden, Bruders Vorstandsvertrag läuft bis Ende Dezember 2028. Die gesamte Führungsriege ist damit für die kommenden Jahre fest eingeplant.

Was steckt dahinter?

Aufsichtsratschefin Kristin Skogen Lund betonte die Bedeutung von Führungsstabilität für die Strategie profitablen Wachstums. Die Entscheidungen signalisieren: Delivery Hero will auf bewährte Köpfe setzen, während das Unternehmen seine Transformation zur „Alltags-App“ vorantreibt.

Bruder selbst äußerte sich optimistisch zur weiteren Entwicklung. Die in den vergangenen sieben Jahren aufgebaute globale Plattform sei auf allen Ebenen KI-gestützt. Das Ziel: Eine App, die das Leben der Nutzer in allen Bereichen vereinfacht – weit über reine Essenslieferungen hinaus.

Die Personalentscheidungen dürften Anleger beruhigen, die Kontinuität schätzen. Gleichzeitig unterstreicht die Vorstandserweiterung den Stellenwert der Technologie für das künftige Geschäftsmodell.