Dell Technologies steht vor einem entscheidenden Quartalsbericht. Am kommenden Donnerstag, 26. Februar, nach Börsenschluss werden die Zahlen für das Januar-Quartal erwartet. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 3,53 Dollar bei einem Umsatz von 31,6 Milliarden Dollar. Doch die Spannung gilt weniger den nackten Zahlen als vielmehr der Frage: Kann Dell seine Position im boomenden KI-Server-Geschäft weiter ausbauen?
Das Investmenthaus Evercore hat Dell kürzlich auf seine „Tactical Outperform“-Liste gesetzt und zeigt sich überzeugt, dass der Konzern die Konsensschätzungen übertreffen wird. Die Begründung: starke Nachfrage sowohl bei traditioneller Hardware wie PCs und Servern als auch im KI-Bereich. Besonders interessant wird die Entwicklung der Infrastructure Solutions Group, wo Dell im dritten Geschäftsquartal bereits KI-Aufträge im Wert von 12,3 Milliarden Dollar verbucht hatte. Der Auftragsbestand lag bei beeindruckenden 18,4 Milliarden Dollar.
KI-Umsatz könnte auf 9 Milliarden Dollar springen
Für das Gesamtjahr 2026 hatte Dell einen KI-Server-Umsatz von 25 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Diese Prognose impliziert einen deutlichen Sprung im Januar-Quartal auf über 9 Milliarden Dollar allein in diesem Segment. Ein gewaltiger Schritt nach vorne, der zeigt, wie sehr sich Dell vom klassischen PC-Hersteller zum KI-Infrastruktur-Lieferanten gewandelt hat.
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Auch abseits des KI-Geschäfts gibt es positive Signale. Laut frühen Daten der Marktforscher IDC konnte Dell im vierten Kalenderquartal 2025 etwa einen Prozentpunkt Marktanteil im PC-Segment hinzugewinnen – der erste Zugewinn seit über drei Jahren. Ein Grund dafür dürfte auch in der Strategie liegen, Kunden vor steigenden Speicherpreisen zu schützen. Dell profitierte vermutlich von einer Nachfragewelle, da Abnehmer sich vor höheren Preisen für Arbeitsspeicher eindeckten.
Margendruck durch Speicherpreise erwartet
Allerdings rechnen Analysten kurzfrzistig mit einem gewissen Margendruck. Die Konsensprognose geht von einem sequenziellen Rückgang der Bruttomarge um etwa 0,9 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent aus – im Jahresvergleich sogar ein Minus von 4,1 Prozentpunkten. Der Grund liegt vor allem in den gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher. Dell hat darauf bereits reagiert und dynamischere Preisanpassungen sowie kürzere Angebotsfenster eingeführt, um die Margen künftig besser zu schützen.
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Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Evercore, dass das Management einen Pfad zu mindestens hohem einstelligem Umsatzwachstum und niedrigem bis mittlerem zweistelligem Gewinnwachstum aufzeigen wird. Getrieben werden soll dies durch eine Ausweitung der Bruttogewinne in absoluten Dollar-Beträgen, operative Hebel und Aktienrückkäufe. Im KI-Server-Segment allein rechnet Evercore mit einem deutlichen Anstieg durch die Rampe der Rubin-Chips – auf ein Volumen von 35 bis 40 Milliarden Dollar bei stabilen mittleren einstelligen Margen.
Evercore bestätigte sein „Outperform“-Rating für die Aktie, senkte das Kursziel allerdings auf 160 Dollar. Die Dell-Aktie bleibt damit eine der zentralen Wetten auf den anhaltenden KI-Boom – vorausgesetzt, die Zahlen am Donnerstag liefern die erwartete Bestätigung.
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