Drei Führungskräfte von Delta Air Lines haben Anfang Februar 2026 Aktien im Gesamtwert von über 36 Millionen Dollar verkauft. Präsident Glen W. Hauenstein veräußerte zwischen dem 6. und 9. Februar insgesamt 426.933 Aktien zu Preisen zwischen 71,00 und 75,27 Dollar – Gegenwert: 31,3 Millionen Dollar. Nur zwei Tage zuvor hatte bereits Peter W. Carter, Chief External Affairs Officer, 27.000 Papiere für rund 2 Millionen Dollar abgestoßen. Executive Vice President Steven M. Sear komplettierte die Verkaufswelle am 9. Februar mit 38.600 Aktien im Wert von 2,9 Millionen Dollar.
Bemerkenswert: Hauenstein übte am selben Tag Optionen für 123.910 Aktien zum Ausübungspreis von 49,33 Dollar aus – ein klarer Hinweis darauf, dass die Insider den aktuellen Kursbereich zwischen 71 und 75 Dollar als attraktive Verkaufsgelegenheit betrachten. Nach den Transaktionen hält Hauenstein noch 280.304 Aktien direkt.
Konservative Gewinnprognose drückt auf Stimmung
Die Insider-Verkäufe fallen zeitlich zusammen mit einer eher verhaltenen Erwartungshaltung am Markt. Delta hatte für das Geschäftsjahr 2026 eine Gewinnspanne von 6,50 bis 7,50 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt – der Mittelwert liegt damit unter dem Analystenkonsens von 7,26 Dollar. BofA Securities hält trotzdem an ihrer Kaufempfehlung mit Kursziel 80 Dollar fest und betont den konservativen Ansatz der Airline bei der Prognose. UBS hat ihr Kursziel zwar von 90 auf 87 Dollar gesenkt, empfiehlt die Aktie aber ebenfalls weiter zum Kauf.
Flottenerneuerung als Zukunftsthema
Operativ setzt Delta auf Expansion: Die Airline unterzeichnete im Februar eine Bestellung für 31 Großraumflugzeuge bei Airbus – 16 A330-900 und 15 A350-900 mit Auslieferung ab 2029. Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen eine Option auf bis zu 20 weitere Widebody-Jets. Die Maschinen werden mit Rolls-Royce-Triebwerken ausgestattet. Parallel kündigte Delta eine Quartalsdividende von 0,1875 Dollar je Aktie an, zahlbar am 19. März 2026 an Aktionäre mit Stichtag 26. Februar.
Die koordinierten Insider-Verkäufe von über 36 Millionen Dollar könnten als Signal der Vorsicht gewertet werden – auch wenn persönliche Gründe wie Diversifikation oder Liquiditätsbedarf eine Rolle spielen können. Der Titel bewegt sich aktuell im mittleren 70-Dollar-Bereich und bleibt damit deutlich unter den Kurszielen der Analysten.
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