Der Frühling bringt für die Deutsche Bank reichlich Bewegung. Nächste Woche legt das Institut seine Quartalszahlen vor. Kurz darauf folgt die Hauptversammlung mit einer geplanten Dividendenerhöhung. Ein schwelender Tarifstreit bei der Postbank trübt allerdings das Bild.
Die Aktie zeigt sich im Vorfeld volatil. Nach einem schwachen Jahresstart notiert das Papier aktuell bei 27,77 Euro. Damit liegt der Kurs seit Januar gut 17 Prozent im Minus. Auf Monatssicht steht immerhin ein Plus von zehn Prozent auf der Tafel.
Zahlen im Fokus
Am 29. April öffnet die Bank ihre Bücher für das erste Quartal. Analysten achten dabei besonders auf den Zinsüberschuss und die Kostenquote. Im Vorquartal hatte das Institut beim Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Die Erträge enttäuschten hingegen leicht.
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Für das laufende Gesamtjahr zeigen sich Experten zuversichtlich. Im Schnitt rechnen sie mit einem Umsatz von 33,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn soll auf 6,5 Milliarden Euro steigen.
Mehr Geld für Aktionäre und Aufsichtsräte
Ende Mai treffen sich die Anteilseigner in Frankfurt. Die Bank plant in diesem Jahr wieder eine Präsenzveranstaltung. Auf der Tagesordnung steht eine deutliche Anhebung der Ausschüttung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von rund 50 Prozent zum Vorjahr.
Zusammen mit einem bereits genehmigten milliardenschweren Aktienrückkauf übertrifft der Konzern sein eigenes Ausschüttungsziel. Auch der Aufsichtsrat soll künftig mehr Geld erhalten. Die feste Grundvergütung steigt laut Vorschlag auf 350.000 Euro. Personell gibt es ebenfalls Bewegung. Henkel-Chef Carsten Knobel soll den scheidenden Frank Witter im Kontrollgremium ersetzen.
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Warnstreiks drohen
Abseits der Finanzkennzahlen wächst der Druck auf der Arbeitnehmerseite. Bei der Tochter Postbank drohen Ausfälle. Die Gewerkschaft Verdi fordert für rund 9.000 Beschäftigte acht Prozent mehr Gehalt. Mindestens sollen es 300 Euro pro Monat sein.
Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite reicht Verdi nicht aus. Die Folge: Streikgefahr. Die Konzernmutter bot zuletzt zwei Gehaltsstufen von jeweils zwei Prozent an. Die nächste Verhandlungsrunde in Frankfurt steht am 18. Mai an. Bereits vor zwei Jahren hatten ähnliche Streiks den Kundenservice stark eingeschränkt.
Bis dahin gibt der Quartalsbericht am 29. April die nächste Richtung vor. Fällt der Zinsüberschuss höher aus als erwartet, könnte die Aktie die 50-Tage-Linie bei 28,09 Euro nachhaltig überwinden.
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