Die Deutsche Bank öffnet die Kassen für ihre Anteilseigner so weit wie lange nicht mehr. Eine drastische Erhöhung der Ausschüttung übertrifft selbst die ehrgeizigen Ziele des Finanzinstituts. Gleichzeitig formiert sich die Führungsebene neu, während die Wall Street ihre bisherige Skepsis gegenüber dem Papier ablegt.
Milliarden für die Investoren
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem satten Aufschlag von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt fließen so rund 1,9 Milliarden Euro an die Aktionäre.
Rechnet man den laufenden Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Euro ein, schüttet das Institut zwischen 2021 und 2025 kumuliert 8,5 Milliarden Euro aus. Das ursprüngliche Ziel von acht Milliarden Euro wird damit deutlich übertroffen.
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Umbau im Kontrollgremium
Auf der ersten Präsenz-Hauptversammlung seit 2019 am 28. Mai in Frankfurt am Main stehen zudem wichtige Personalien an. Frank Witter legt sein Mandat im Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen nieder. Als Nachfolger ist Henkel-Chef Carsten Knobel nominiert. Alexander Wynaendts stellt sich als Vorsitzender zur Wiederwahl.
Begleitet wird die personelle Neuaufstellung von einer kräftigen Gehaltserhöhung für die Kontrolleure. Die feste Grundvergütung der Mitglieder steigt auf 350.000 Euro. Der Vorsitzende erhält künftig 1,15 Millionen Euro. Das Management bezeichnete die bisherigen Sätze als nicht mehr wettbewerbsfähig.
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Citi streicht Verkaufsempfehlung
Rückenwind erhält die Aktie derweil von der Analystenseite. Die US-Bank Citi hat ihre Verkaufsempfehlung gestrichen und stuft das Papier nun auf „Neutral“ ein. Das Kursziel senkten die Experten zwar leicht auf 29,00 Euro, die fundamentale Einschätzung fällt jedoch positiver aus.
Analyst Andrew Coombs sieht die veränderten Zinserwartungen als klaren Vorteil. Der Markt rechnet aktuell mit zwei Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank im laufenden Jahr. Dies dürfte die Nettozinserträge der europäischen Geldhäuser spürbar stützen. Zudem seien die Banken nach den jüngsten Kursrückgängen attraktiv bewertet.
Aktuell notiert das Papier bei 27,21 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 19 Prozent an Wert verloren. Die anstehende Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal im April wird konkrete Belege liefern müssen, ob das operative Geschäft die gestiegenen Zinserwartungen der Analysten rechtfertigt.
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