Die Deutsche Bank liefert im dritten Quartal 2026 mehr als erwartet. Besonders das Investmentbanking trug zum Ergebnis bei. CEO Christian Sewing stellt nun sogar in Aussicht, die Jahresziele zu übertreffen, und das weckt Begehrlichkeiten bei der Dividende.

Ergebnis über den Erwartungen

Die Aktie legte am Mittag rund 3 Prozent zu und gehörte damit zu den stärkeren Werten im ansonsten leicht schwächeren Dax. Der Gewinn nach Steuern erreichte 1,85 Milliarden Euro, zwei Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie stieg um 6 Prozent auf 0,94 Euro. Vor Steuern verdiente das Institut gut 2,6 Milliarden Euro.

Auch die Erträge und das verwaltete Vermögen wuchsen. Damit schlug die Bank die Schätzungen der Analysten, wie es heißt. Ein Teil der Berichterstattung nennt für den Konzernüberschuss einen Wert von knapp 1,6 Milliarden Euro. Die Zahlen weichen je nach Abgrenzung voneinander ab, die Richtung ist aber eindeutig: Das Quartal fiel besser aus als gedacht.

Prognose und Dividende

Die Prognose für 2026 bleibt bestätigt. Sewing hält es zudem für möglich, dass die angepeilten Gesamterträge von rund 33 Milliarden Euro übertroffen werden. Das wäre ein Signal an den Markt, dass die Bank ihren Aufwärtskurs fortsetzt.

Dieser Ausblick nährt Spekulationen über die Ausschüttung. Eine konkrete Dividendenentscheidung gibt es nicht. Marktbeobachter halten aber einen höheren Betrag für denkbar, falls die Erträge das Ziel tatsächlich übertreffen.

Der Kurs spiegelt die Zuversicht bereits teilweise wider. Auch Zertifikate-Anbieter und technische Analysten sehen weiteres Potenzial, etwa über Capped-Bonus-Produkte mit Renditechancen von gut 30 Prozent pro Jahr. Solche Konstruktionen setzen allerdings voraus, dass die Aktie ihre Kursniveaus hält.

Makro-Termine voraus

Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend und auf die EZB-Sitzung am Donnerstag. Für eine Bank mit starkem Zinsgeschäft sind beide Termine relevant. Sie dürften die Kursreaktion auf die Zahlen mitprägen.