Neue Gesichter im Vorstand, flache Erträge im Auftaktquartal und ein Kurs, der seit Jahresbeginn rund 23 Prozent verloren hat — die Deutsche Bank navigiert durch ein unruhiges Frühjahr. Dabei ist die Richtung strategisch klar, das kurzfristige Bild jedoch getrübt.
Führungsebene wird neu aufgestellt
Zum 1. Mai 2026 treten gleich zwei neue Vorstandsmitglieder ihr Amt an. Stefan Hoops, bislang CEO der Fondstochter DWS, wechselt in den Konzernvorstand der Muttergesellschaft — behält dabei aber seinen Posten bei der DWS, die weiterhin eigenständig börsennotiert bleibt. Parallel übernimmt Marie-Jeanne Deverdun das Ressort Technologie, Daten und Innovation. Die 16-jährige Bankerin löst Bernd Leukert ab, der die Bank verlässt, sobald sein Vertrag Ende Juni ausläuft. Fabrizio Campelli wird zudem zum 1. Juli zum Präsidenten ernannt und behält dabei die Leitung der Unternehmens- und Investmentbank.
Q1-Zahlen als nächster Prüfstein
Was Anleger kurzfristig stärker beschäftigt: Das Management erwartet für das erste Quartal 2026 Konzernerlöse auf Vorjahresniveau — kein Wachstum, lediglich Stabilität. Stärkeres Momentum soll aus der Privatkundenbank und dem Asset Management kommen, während das Investmentbanking unter Druck steht. Das Jahresziel von 33 Milliarden Euro Gesamtertrag hält die Bank aufrecht.
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Trotz des verhaltenen Ausblicks setzt das Institut sein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro fort und hält an erhöhten Ausschüttungszielen fest. Moody’s hatte der Bank im Februar einen positiven Ausblick auf ihr Einlagenrating erteilt — ein Signal verbesserter Kapitalstärke, das im aktuellen Kursumfeld kaum honoriert wird.
Am 29. April legt die Deutsche Bank ihre Q1-Zahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie gut Handelsgeschäft und Dealmaking das schwächere Investmentbanking abgefedert haben — und ob das Jahresziel noch realistisch wirkt. Die Hauptversammlung am 28. Mai in Frankfurt soll anschließend eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschließen.
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