Die Deutsche Bank hat 2025 das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Mit einem Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 6,1 Milliarden Euro übertrafen die Frankfurter ihre eigenen Ziele. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 10,3 Prozent – exakt im anvisierten Zielkorridor. Doch der Triumph hat einen bitteren Beigeschmack: Am Tag vor der Bilanzvorlage durchsuchten Ermittler die Konzernzentrale sowie Büros in Berlin.
Was steckt hinter der Razzia?
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen Geldwäsche-Verdachts. Im Fokus stehen frühere Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften, die selbst unter Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben. Laut Medienberichten geht es unter anderem um Verbindungen zum russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Für die Deutsche Bank ist es nicht die erste Razzia dieser Art – das Thema Geldwäsche verfolgt das Institut seit Jahren.
Die Zahlen im Detail
Die Erträge stiegen 2025 um 7 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro. Das vierte Quartal brachte einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro – ein gewaltiger Sprung gegenüber den mageren 106 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, als hohe Rückstellungen die Bilanz belastet hatten. Die Kostenquote lag bei 64 Prozent, womit das Ziel von unter 65 Prozent erreicht wurde.
Besonders stark lief das Investmentbanking: Das FICC-Geschäft (Fixed Income, Currencies & Commodities) erzielte im vierten Quartal das beste Ergebnis seiner Geschichte. Auch die Unternehmensbank überzeugte mit solidem Wachstum, während die Privatbank ihre Transformation vorantrieb und die Rendite auf 10,5 Prozent steigerte.
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Was bekommen Aktionäre?
Die Dividende steigt deutlich auf 1,00 Euro je Aktie – fast das Anderthalbfache des Vorjahreswerts von 0,68 Euro. Zusätzlich hat die Bank die Genehmigung für ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro erhalten. Die Ausschüttungsquote erhöht sich auf 60 Prozent. Insgesamt fließen damit 2,9 Milliarden Euro an die Anteilseigner. Weitere Rückkäufe in der zweiten Jahreshälfte 2026 sind angekündigt.
Ambitionierte Ziele bis 2028
CEO Christian Sewing schraubt die Erwartungen weiter nach oben. Bis 2028 soll die Eigenkapitalrendite auf über 13 Prozent klettern. Die Erträge sollen jährlich um mehr als 5 Prozent wachsen und 2028 bei 37 Milliarden Euro liegen. Die Kostenquote will das Management auf unter 60 Prozent drücken – bei gleichzeitigen Investitionen in Wachstum und Technologie sowie Einsparungen von 2 Milliarden Euro.
Für 2026 rechnet die Bank mit Erträgen von rund 33 Milliarden Euro. Die Kosten sollen leicht über 21 Milliarden Euro steigen, was 900 Millionen Euro an zusätzlichen Investitionen einschließt. Die Risikovorsorge dürfte moderat sinken.
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Die Pipeline verspricht Schwung
Das erste Quartal 2026 startet vielversprechend: Die IBCM-Pipeline ist so stark gefüllt wie seit Jahren nicht mehr. Das Einlagengeschäft legte im vierten Quartal um 25 Milliarden Euro zu – ein Zeichen für das Vertrauen der Kunden. Der Zinsüberschuss soll 2026 auf 14 Milliarden Euro steigen, getrieben durch das Umschichten langfristiger Absicherungsgeschäfte, von denen rund 90 Prozent bereits durch Swaps fixiert sind.
Wechsel an der Spitze
Mit der Bilanzvorlage endet auch eine Ära: CFO James von Moltke präsentierte zum letzten Mal die Quartalszahlen. Sein Nachfolger Raja Akram übernimmt eine Bank in deutlich besserer Verfassung, als sie von Moltke 2017 vorgefunden hatte. Die Transformation vom Sanierungsfall zum profitablen Institut ist abgeschlossen – nun geht es um Wachstum.
Bleibt die Frage: Können Ermittlungen und mögliche Strafen den Höhenflug bremsen? Sewing betonte, die Bank sei auf dem Weg zum „europäischen Champion“. Die Geldwäsche-Vorwürfe passen nicht ins Bild – doch sie sind auch kein neues Phänomen für das Institut.
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