Zwei Ereignisse, ein Tag — und die Aktie bereits unter Druck. Am 29. April veröffentlicht die Deutsche Bank ihre Erstquartalszahlen, während zeitgleich die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekanntgibt. Eine solche Terminüberschneidung ist selten. Für Aktionäre wird sie zum Härtetest.
Quartalszahlen mit hoher Messlatte
Analysten erwarten für Q1 Erlöse von 8,31 Milliarden Euro — ein klares Plus gegenüber dem Vorjahr. Das Management selbst signalisierte im März, dass die Konzernerlöse in etwa auf Vorjahresniveau landen werden. Für das Gesamtjahr bleibt das Ziel: rund 33 Milliarden Euro Erlöse, Aufwand-Ertrags-Quote unter 65 Prozent.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Investmentbanking. Das Segment erzielte im Vorjahresquartal 3,4 Milliarden Euro. Ob es diesen Wert unter den aktuell turbulenten Marktbedingungen verteidigen kann, ist offen.
Hinzu kommt ein heikles Thema: Die Bank hat eine Selbstanzeige wegen möglicher Sanktionsverstöße gegenüber Russland veröffentlicht. Wie das neue Führungsteam dazu Stellung nimmt, dürfte Investoren mindestens ebenso beschäftigen wie die Erlöszahlen.
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Eigene Analysten kippen Zinsprognose
Das Besondere an diesem 29. April: Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre eigene Zinsprognose für die USA revidiert. Sie erwarten für 2026 keine einzige Leitzinssenkung mehr — zuvor stand noch ein Schritt im September im Kalender. Ölgetriebene Inflation und ein robuster Arbeitsmarkt zwingen die Fed zum Stillstand.
Die Geldmärkte sehen das ähnlich. Laut LSEG-Daten liegt die Wahrscheinlichkeit für kein Zinssignal am Mittwoch bei knapp 69 Prozent.
Für Banken ist das ein zweischneidiges Signal. Hohe Zinsen stützen die Marge, belasten aber die Kreditnachfrage und treiben die Ausfallrisiken im Portfolio nach oben.
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Kurs im Minus, Druck wächst
Die Aktie notiert aktuell bei rund 27,25 Euro — rund 19 Prozent unter dem Jahresstart. Sie liegt damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 30,11 Euro. Das verleiht den Q1-Zahlen zusätzliches Gewicht.
Das macht den Kontrast zur jüngsten Vergangenheit umso größer. Das Geschäftsjahr 2025 schloss die Bank mit einem Rekordgewinn vor Steuern von 9,7 Milliarden Euro ab, der Nettogewinn lag bei 7,1 Milliarden Euro.
Obendrein markiert der 29. April Jerome Powells letzten regulären Auftritt als Fed-Vorsitzender auf einer Pressekonferenz — seine Amtszeit endet Mitte Mai 2026. Fällt sein Ausblick restriktiv aus, droht der Aktie ein weiterer Test der jüngsten Tiefstände. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 22,53 Euro und wurde ausgerechnet am gestrigen 28. April markiert.
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