Morgen wird es eng. Am 29. April veröffentlicht die Deutsche Bank ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2026 — und am selben Abend entscheidet die US-Notenbank über ihren Leitzins. Zwei marktbewegende Ereignisse, ein Handelstag.
Investmentbanking muss liefern
Analysten erwarten für das erste Quartal Erlöse von 8,31 Milliarden Euro. Das Investmentbanking trägt dabei die größte Last. Im Vorjahr steuerte die Sparte 3,4 Milliarden Euro bei — diesen Beitrag muss sie nun in einem volatilen Umfeld mit Zollturbulenzen und geopolitischen Risiken verteidigen.
Im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen rechnet die Bank selbst nur mit Stagnation. Das Privatkundengeschäft und die Vermögensverwaltung bauen Momentum auf, können das aber nicht allein tragen. Die Gewinnschätzungen für 2026 haben Analysten zuletzt um rund sieben Prozent angehoben — diese Aufwärtsrevision braucht jetzt eine Grundlage.
Fed ohne Zinssenkung, Powell ohne Nachfolger
Jerome Powells letzte planmäßige Pressekonferenz als Fed-Chef findet morgen statt. Mitte Mai endet seine Amtszeit. Sein Kommentar wird deshalb besonders genau gelesen.
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Die hauseigenen Analysten der Deutschen Bank haben ihre Erwartung für US-Zinssenkungen vollständig gestrichen. Wo zuvor ein erster Schritt im September einkalkuliert war, rechnet das Institut nun für das gesamte Jahr 2026 mit keiner Senkung mehr. Als Auslöser nennt die Bank Entwicklungen im Nahen Osten. Eine Zinserhöhung sei „keine triviale Möglichkeit mehr“, werde sich 2026 aber nicht materialisieren. Der Leitzins verharrt bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Laut LSEG-Daten preisen die Geldmärkte ein ausbleibendes Zinssignal mit fast 69 Prozent Wahrscheinlichkeit ein. Für Geschäftsbanken ist das ein zweischneidiges Szenario: Höhere Zinsen stützen die Nettozinsmargen, dämpfen aber die Kreditnachfrage und erhöhen das Kreditrisiko.
Ziele und Kapital
Das Management hält an seinen Jahreszielen fest. Angepeilt sind Gesamterlöse von rund 33 Milliarden Euro und eine Aufwand-Ertrags-Quote unter 65 Prozent. Das Anfang März gestartete Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro läuft. Die CET1-Quote soll zwischen 13,5 und 14,0 Prozent bleiben, die Ausschüttungsquote auf 60 Prozent steigen.
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Ab dem 1. Mai tritt das Führungsteam in neuer Besetzung an. Stefan Hoops, bislang CEO des Vermögensverwalters DWS, zieht in den Konzernvorstand ein. Marie-Jeanne Deverdun übernimmt als Chief Technology, Data and Innovation Officer.
Aktie weit vom Jahreshoch entfernt
Die Deutsche-Bank-Aktie legte am Montag 0,7 Prozent auf 27,24 Euro zu. Auf Jahressicht bleibt das Bild belastet: Im Januar markierte der Kurs ein 52-Wochen-Hoch bei 34,26 Euro. Seitdem hat die Aktie rund 19 Prozent verloren und notiert deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie.
Fällt der Fed-Ausblick morgen Abend restriktiv aus, droht ein erneuter Test der jüngsten Tiefstände — unabhängig davon, was die eigene Quartalsbilanz zeigt.
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