Kurz vor den Quartalszahlen häufen sich bei der Deutschen Bank die Belastungen. Eine Pflichtmitteilung der Societe Generale sorgte am Donnerstag für zusätzlichen Druck — und der Kurs reagierte prompt.
Was hinter der SocGen-Meldung steckt
Die französische Großbank hat ihre meldepflichtige Position in Deutsche-Bank-Aktien auf 0,00 Prozent gesenkt. Zuvor hielt sie insgesamt 5,47 Prozent — davon 5,08 Prozent über Finanzinstrumente. Als Grund nennt die Meldung vom 20. April die Handelsbuchausnahme nach § 36 Abs. 1 WpHG. Das klingt technisch, ist es auch: Solche Verschiebungen entstehen oft durch Anpassungen im Derivate-Portfolio und bedeuten keinen fundamentalen Ausstieg. Das Sentiment belastet die Meldung kurzfristig trotzdem.
Die Aktie verlor am Donnerstag rund 2,2 Prozent und schloss bei 27,23 Euro. Damit fiel sie unter den 50-Tage-Durchschnitt von knapp 28 Euro — eine Marke, die zuletzt als Unterstützung gehalten hatte. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 19 Prozent.
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Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Am Mittwoch, den 29. April, legt die Deutsche Bank ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Der Analystenkonsens erwartet einen Umsatz von rund 8,52 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von etwa 1,81 Milliarden Euro — in etwa auf Vorjahresniveau. Stagnation, nicht Wachstum.
Besonders der Anleihehandel steht im Blickpunkt. Geopolitische Unsicherheiten könnten die Handelsaktivität gedämpft haben. Bei den Nettozinserträgen rechnen Analysten mit einem leichten Anstieg auf 3,84 Milliarden Euro. Die Provisionseinnahmen sollen hingegen auf 4,67 Milliarden Euro zurückgehen.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,54 Euro — rund 30 Prozent über dem aktuellen Kurs. Ob die Quartalszahlen den Abstand verkleinern oder die Verkäufer weiter das Tempo bestimmen, entscheidet sich am Mittwoch.
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