Der Geschäftsbericht 2025 der Deutschen Pfandbriefbank legt schonungslos offen, was das US-Engagement gekostet hat. Ein Verlust von 284 Millionen Euro, keine Dividende — und eine Gewinnprognose für 2026, die Analysten auf dem falschen Fuß erwischt.

US-Geschäft reißt tiefes Loch in die Bilanz

Der Kern des Problems liegt in der Risikovorsorge. Sie schnellte von 170 auf 410 Millionen Euro hoch — allein 334 Millionen Euro davon entfielen auf das US-Geschäft. Die Eigenkapitalrendite brach auf minus 10,6 Prozent ein. Das Ergebnis: Die pbb sieht keinen Spielraum für eine Ausschüttung. Damit fällt die Dividende zum zweiten Mal in Folge aus, nachdem zuletzt 0,15 Euro je Aktie gezahlt worden waren.

Für 2026 erwartet die Bank einen Vorsteuergewinn von lediglich 30 bis 40 Millionen Euro. Analysten hatten laut Bloomberg-Daten 145,3 Millionen Euro prognostiziert — eine Lücke, die kaum größer sein könnte.

Mittelfristziele weichen zurück

Vorstandschef Kay Wolf verschiebt seine Mittelfristziele erneut, nun von 2027 auf 2028 oder später. Die Begründung: Die Erholung an den Immobilienmärkten verläuft zu schleppend, um den Ertragsausfall aus dem US-Rückzug schnell zu kompensieren. Die operativen Erträge sanken 2024 um mehr als ein Fünftel auf 422 Millionen Euro; für 2026 rechnet das Management mit 375 bis 425 Millionen Euro.

Immerhin zog das Neugeschäft 2025 um knapp ein Viertel auf rund 6,3 Milliarden Euro an. Für das laufende Jahr peilt Wolf 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an — ein ambitioniertes Ziel angesichts des schwierigen Umfelds.

Parallel formt sich das Führungsteam neu: Barkha Mehmedagic, bislang bei ING Deutschland, soll voraussichtlich im Juni das Vorstandsressort für Immobilienfinanzierungen übernehmen. Ihr Vorgänger Thomas Köntgen verlässt das Institut.

Goldman Sachs erhöht Beteiligung

Eine bemerkenswerte Bewegung im Aktionärskreis: Goldman Sachs meldete im März eine Aufstockung der Stimmrechtsposition auf 6,06 Prozent — überwiegend durch instrumentelle Stimmrechte.

Der Aktienkurs spiegelt die Belastungen wider. Mit einem Minus von rund 28 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts von 4,54 Euro. Die Hauptversammlung am 21. Mai 2026 wird zeigen, wie Aktionäre den eingeschlagenen Transformationskurs bewerten — und ob Wolf für seine nach hinten verschobenen Ziele Rückendeckung erhält.