Mehrere Vorstandsmitglieder der Deutschen Pfandbriefbank kauften innerhalb weniger Tage eigene Aktien — und das nahe einem Mehrjahrestief. Gleichzeitig kündigt sich ein Wechsel an der Aufsichtsratsspitze an. Ob diese Signale ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, ist angesichts der strukturellen Belastungen keine triviale Frage.
Vorstände und Goldman Sachs kaufen
Jörn Joseph erwarb am 16. März Aktien zu Preisen zwischen 2,77 und 2,78 Euro für rund 20.800 Euro. Dr. Pamela Hoerr hatte bereits drei Tage zuvor für etwa 17.100 Euro zu Kursen um 2,85 Euro zugegriffen. Beide Transaktionen erfolgten in einem Bereich, der kurzzeitig nahe an historische Tiefststände heranreichte.
Parallel dazu meldete Goldman Sachs eine erhöhte Gesamtbeteiligung von 6,06 Prozent — ein Anstieg gegenüber zuvor 5,24 Prozent, wobei der Großteil über Finanzinstrumente gehalten wird.
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Hinzu kommt der angekündigte Wechsel an der Aufsichtsratsspitze: Louis Hagen legt sein Amt nieder, als Nachfolger wird Jan Kupfer der Hauptversammlung am 21. Mai 2026 vorgeschlagen.
Strukturelle Belastungen bleiben schwer
Die Kaufsignale treffen auf ein fundamental angeschlagenes Unternehmen. Der Rückzug aus dem US-Gewerbeimmobiliengeschäft hat tiefe Spuren hinterlassen: 2025 verbuchte die Bank einen Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro — nach einem Gewinn von 104 Millionen Euro im Vorjahr. Die Risikovorsorge schnellte von 170 auf 410 Millionen Euro hoch, allein 334 Millionen Euro entfielen dabei auf das US-Portfolio.
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Die operativen Erträge sanken um mehr als ein Fünftel auf 422 Millionen Euro. Für 2026 erwartet das Management einen ähnlichen Korridor von 375 bis 425 Millionen Euro — keine Erholung, sondern Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Die ursprünglich für 2027 angestrebten Mittelfristziele — 600 Millionen Euro Erträge und ein RoTE von acht Prozent — wurden auf 2028 verschoben.
Neugeschäft als stabiler Anker
Einen echten Lichtblick liefert das Neugeschäft: 2025 zog es um knapp ein Viertel auf rund 6,3 Milliarden Euro an. Für das laufende Jahr peilt Vorstandschef Kay Wolf einen weiteren Anstieg auf 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an. Ergänzt wird der Umbau durch den geplanten Ausbau des Madrider Standorts zu einem IT- und Operations-Hub mit rund 85 Stellen bis 2028.
Die Aktie notiert derzeit rund 49 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 5,84 Euro und hat seit Jahresbeginn fast 29 Prozent verloren. Die Insiderkäufe zeigen, dass das Management auf eine Bodenbildung setzt — den Beweis dafür muss die Bank spätestens auf der Hauptversammlung im Mai liefern.
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