Die Deutsche Pfandbriefbank kassiert einen empfindlichen Schlag von S&P Global. Die Ratingagentur drückt das isolierte Bonitätsprofil der Immobilienbank tiefer in den spekulativen Bereich. Während das Management mit frischem Personal den Weg aus der Krise sucht, drohen nun steigende Refinanzierungskosten den Umbau massiv zu belasten.
Verantwortlich für die Herabstufung sind die anhaltenden Turbulenzen an den Gewerbeimmobilienmärkten sowie bescheidene Ertragsaussichten. S&P Global senkte das sogenannte Stand-alone Credit Profile (SACP) der pbb von „bb+“ auf „bb“. Damit rutscht die isolierte Bewertung weiter unter das Investment-Grade-Niveau. Die Prüfer bemängeln vor allem die eingeschränkte finanzielle Flexibilität im direkten Branchenvergleich. Die langfristigen Emittentenratings bleiben zwar bei „BBB-/A-3“ bestehen, erhielten jedoch einen negativen Ausblick. Für die Bank bedeutet dieser Schritt in der Praxis spürbar höhere Kosten bei der Geldbeschaffung.
Rote Zahlen nach US-Rückzug
Die Abstufung trifft das Institut in einer ohnehin schwierigen Phase. Im vergangenen Jahr verbuchte die Spezialbank einen massiven Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro. Der Hauptgrund dafür war der schmerzhafte Rückzug aus dem US-Markt. Die Abschreibungen und Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite schossen von 170 Millionen auf 410 Millionen Euro in die Höhe.
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Auch der Blick nach vorn fällt bescheiden aus. Vorstandschef Kay Wolf stellt für 2026 lediglich einen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro in Aussicht. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 100 Millionen Euro mehr kalkuliert. An der Börse spiegelt sich diese Enttäuschung wider: Mit einem Schlusskurs von 3,17 Euro am Freitag hat das Papier seit Jahresbeginn knapp 24 Prozent an Wert verloren und notiert weit unterhalb der 200-Tage-Linie von 4,42 Euro.
Neue Köpfe für den Umbau
Um das Ruder herumzureißen, baut die Bank ihre Führungsriege um. Nach der Hauptversammlung im Mai übernimmt der erfahrene Immobilienfinanzierer Jan Kupfer den Posten des Aufsichtsratschefs von Dr. Louis Hagen. Im Juni folgt zudem Barkha Mehmedagic von der ING, um das Immobilienressort im Vorstand zu leiten und das europäische Neugeschäft anzukurbeln.
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Die strategische Richtung ist klar definiert. Die pbb konzentriert sich künftig auf europäische Kernmärkte, grüne Finanzierungen und Logistikimmobilien. Flankiert wird das klassische Kreditgeschäft durch den Ausbau des provisionsbasierten Investmentmanagements. Die kürzlich übernommene Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche Investment Gruppe soll bereits in diesem Jahr rund 40 Millionen Euro an zusätzlichen Erträgen beisteuern.
Am 12. Mai wird die Bank ihre Zahlen für das erste Quartal 2026 präsentieren. Das angepeilte Jahresergebnis markiert zwar die geplante Rückkehr in die Gewinnzone, bleibt angesichts des negativen Rating-Ausblicks und der anhaltenden Schwäche am europäischen Büroimmobilienmarkt jedoch ein hartes Stück Arbeit.
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