Der Rückzug aus dem US-Gewerbeimmobilienmarkt hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz der Deutschen Pfandbriefbank. Mit einem Jahresverlust von 284 Millionen Euro für 2025 streicht der Immobilienfinanzierer nicht nur die Dividende, sondern kassiert auch seine mittelfristigen Profitabilitätsziele. Aktionäre müssen sich nun auf einen langwierigen Umbauprozess einstellen.
Kostenfalle US-Geschäft
Verantwortlich für das historische Minus ist ein rasanter Anstieg der Risikovorsorge. Diese kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr von 170 auf 410 Millionen Euro, wobei allein 334 Millionen Euro auf das US-Portfolio entfielen. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital stürzte in der Folge auf minus 10,6 Prozent ab. Konsequenterweise gehen Anteilseigner leer aus, nachdem im Vorjahr noch 0,15 Euro je Anteilsschein ausgezahlt wurden.
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Um die operativen Kosten zukünftig zu senken, baut das Institut nun den Standort Madrid zu einem zentralen IT- und Operations-Zentrum aus. Bis 2028 soll sich die Belegschaft dort auf rund 85 Stellen verdreifachen. Dies ist Teil eines umfassenden Transformationsprogramms, das die Bank nach dem US-Exit auf eine schlankere Basis stellen soll.
Analystenprognosen deutlich verfehlt
Vorstandschef Kay Wolf dämpft die Erwartungen an eine schnelle finanzielle Erholung drastisch. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management lediglich mit einem Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit über 145 Millionen Euro kalkuliert – eine massive Diskrepanz, die die anhaltende Schwäche des Immobilienmarktes unterstreicht.
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Die anvisierte Eigenkapitalrendite von acht Prozent verschiebt sich damit von 2027 auf frühestens 2028. Einziger operativer Lichtblick bleibt das Neugeschäft, das 2025 um knapp ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro zulegen konnte. Am Kapitalmarkt spiegelt sich die anhaltende Skepsis wider: Seit Jahresanfang verlor der Titel bereits über 27 Prozent an Wert und markierte Mitte März bei 2,75 Euro ein neues Tief. Auf Investorenseite sorgte derweil Goldman Sachs für Bewegung und stockte die Gesamtbeteiligung über Finanzinstrumente kürzlich auf 6,06 Prozent auf.
Der nächste wichtige Prüfstein für das Management ist die Hauptversammlung am 21. Mai 2026. Bis zu diesem Stichtag muss das Führungsteam um die ab Juni amtierende Immobilienfinanzierungs-Vorständin Barkha Mehmedagic darlegen, wie das verbleibende europäische Portfolio gegen weitere Ausfälle abgesichert wird und das für 2026 anvisierte Neugeschäftsvolumen von bis zu 8,5 Milliarden Euro profitabel realisiert werden kann.
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