Zum zweiten Mal in kurzer Zeit schraubt die Deutsche Rohstoff ihre Jahresziele nach oben. Treiber sind anhaltend hohe Ölpreise und eine starke Förderung der US-Töchter. Der Markt reagiert freundlich: Die Aktie notiert heute rund ein Prozent im Plus bei etwa 88,70 Euro.
Neue Zielmarken für 2026
Der Konzern erwartet nun 340 bis 360 Millionen Euro Umsatz, zuvor waren es 300 bis 320 Millionen. Beim EBITDA liegt die neue Spanne bei 420 bis 440 Millionen Euro statt bisher 380 bis 400 Millionen. Beide Bandbreiten wandern damit um jeweils 40 Millionen Euro nach oben.
Ein Teil des Ergebnisses stammt allerdings nicht aus dem operativen Geschäft. Vom EBITDA-Mittelwert von rund 430 Millionen Euro entfallen etwa 270 Millionen auf Öl und Gas. Die übrigen 160 Millionen Euro stammen aus dem Verkauf von Almonty-Anteilen. Diese Verkäufe liefen bis Mitte Juli, seither hat das Unternehmen keine weiteren Almonty-Aktien abgegeben.
Ölpreis und Produktion als Basis
Die Planung unterstellt für November und Dezember einen WTI-Preis von 95 US-Dollar je Barrel. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein erwarteter Durchschnitt von rund 88 US-Dollar. Im dritten Quartal lag der realisierte Preis bei 87 US-Dollar, der Umsatz bei etwa 110 Millionen Euro.
Operativ legt die Förderung weiter zu. Die Nettoproduktion erreichte im dritten Quartal rund 23.500 BOEPD. Für das Schlussquartal peilt das Management etwa 26.000 BOEPD an, im Jahresschnitt sollen es mehr als 19.000 BOEPD werden.
Das bislang größte Bohrprogramm der Firmengeschichte liegt nach Unternehmensangaben im Plan. Dafür sind Investitionen von rund 330 Millionen Euro vorgesehen. Ende September produzierten 23 eigene und neun nicht selbst betriebene Bohrungen.
Was als Nächstes ansteht
Die höheren Gewinne dürften auch die Erwartungen an die Dividende nähren, eine Aussage dazu hat das Unternehmen bislang nicht getroffen. Konkret wird es am 17. November 2026: Dann legt die Deutsche Rohstoff ihren Quartalsfinanzbericht zum dritten Quartal vor und belegt die Prognoseanhebung mit detaillierten Zahlen.
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