Die Deutsche Telekom hat ihr laufendes Aktienrückkaufprogramm auch in der zweiten Augustwoche mit unverminderter Intensität fortgeführt. In der ersten Interimsmitteilung zum Programm, die den Zeitraum vom 10. bis zum 14. August abdeckt, meldete der Konzern den Kauf von 1.601.600 eigenen Aktien.

An den einzelnen Handelstagen erwarb die Telekom zwischen 318.400 und 322.500 Aktien, die volumengewichteten Tagesdurchschnittskurse bewegten sich dabei zwischen 28,2091 Euro und 28,5781 Euro.

Der Rückkauf läuft im Rahmen des am 1. Juli veröffentlichten Programms, das der Vorstand vor gut einer Woche um 3 Milliarden Euro auf bis zu 5 Milliarden Euro aufgestockt hatte. Seither hat sich der Kurs um rund 1,0 Prozent bewegt. Die aktuellen Zahlen zeigen: Das Unternehmen zieht das Volumen konsequent und mit hoher Kontinuität durch, ohne dass sich das Kaufverhalten von Tag zu Tag stark verändert.

Solides Fundament aus dem Sommer

Der Rückkauf steht auf einem finanziellen Fundament, das die Telekom Anfang August mit den Zahlen zum zweiten Quartal gelegt hatte. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 29,9 Milliarden Euro bei einem organischen Plus von 3,3 Prozent, das bereinigte EBITDA AL legte organisch auf 11,8 Milliarden Euro zu.

Der freie Cashflow AL erreichte im Quartal 5,0 Milliarden Euro. Für das Halbjahr insgesamt vermeldete die Telekom ein organisches Service-Umsatzwachstum von 3,9 Prozent und einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie um 10,3 Prozent.

Auf Basis dieser Entwicklung hatte die Telekom ihre Prognose für den freien Cashflow AL im Gesamtjahr 2026 von zuvor „mehr als 19,8 Milliarden Euro“ auf „rund 20,0 Milliarden Euro“ angehoben.

Nach eigenen Angaben spiegelt diese Anhebung insbesondere die angepasste Prognose von T-Mobile US wider. Für Anleger bedeutet das: Die Mittel für den ausgeweiteten Rückkauf stammen aus einer laufend verbesserten operativen Basis, nicht aus einer einmaligen Sonderausschüttung.

Kurs bewegt sich seitwärts nach starkem Sprung

Die Aktie hatte nach der Vorlage der Quartalszahlen laut Reuters einen Kurssprung von nahezu 7 Prozent verzeichnet. Seither hat sich die Dynamik deutlich abgeschwächt: Zuletzt schloss das Papier bei 28,50 Euro, ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 4,9 Prozent zu Buche, was die Nachwirkungen des Kurssprungs vom Quartalsbericht widerspiegelt.

Die anhaltenden Rückkäufe zu Kursen um 28 Euro sorgen für eine gewisse Stützung im laufenden Handel. Für den Konzern ist die Kombination aus angehobener Cashflow-Prognose und aufgestocktem Rückkaufvolumen ein Signal an den Markt, dass das Management trotz der zuletzt gedämpften Kursreaktion an der Bewertung der eigenen Aktie festhält.

Analystenbild nach den Quartalszahlen

Nach der Vorlage der Q2-Zahlen bestätigten mehrere Analysehäuser ihre positive Einschätzung. Die Deutsche Bank Research beließ die Aktie bei „Buy“ mit einem Kursziel von 40 Euro, UBS votierte ebenfalls für „Buy“ mit einem Ziel von 36,20 Euro. Beide Einschätzungen datieren auf den 6. August und fielen damit unmittelbar im Anschluss an die Zahlenvorlage.

Die Rückkaufdaten der vergangenen Woche liefern keinen Anlass, diese Einschätzungen infrage zu stellen. Vielmehr bestätigen die kontinuierlichen Käufe im niedrigen 28-Euro-Bereich, dass der Konzern sein eigenes Papier auch nach dem Kurssprung als attraktiv bewertet ansieht.