Milliardengewinne in den USA, Streiks in Deutschland und ein angeschlagener Aktienkurs. Bei der Deutschen Telekom prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Der Abverkauf von knapp 14 Prozent im April zeigt eindrücklich, wie nervös Anleger auf Störfeuer reagieren. Nun rücken zwei Termine in den Fokus.
US-Tochter liefert, Heimatmarkt streikt
Operativ glänzt vor allem das Überseegeschäft. T-Mobile US verzeichnete im ersten Quartal ein deutliches Kundenwachstum und steigerte das bereinigte operative Ergebnis um zwölf Prozent. Mit 9,2 Milliarden Dollar übertraf die Tochter die Erwartungen spürbar. Als Konsequenz hob das Management die Jahresziele an.
Im Heimatmarkt weht derweil ein rauerer Wind. Ver.di fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte ein Lohnplus von 6,6 Prozent. Nachdem die Arbeitgeberseite zuletzt kein Angebot vorlegte, kam es bereits zu Einschränkungen im Kundenservice. Am 11. und 12. Mai treffen sich beide Parteien zur nächsten Verhandlungsrunde.
Kapitalmaßnahmen als Hebel
Die Gewerkschaft nutzt die finanzielle Stärke des Konzerns dabei als Argument. Aktuell läuft ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm für das laufende Jahr. Die zweite Phase mit einem Volumen von bis zu 550 Millionen Euro ist bereits aktiv. Sie soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.
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Aktionäre profitieren parallel dazu von einer höheren Gewinnausschüttung. Die Hauptversammlung beschloss Anfang April eine Dividende von 1,00 Euro je Anteilsschein. Finanziert wird diese Auszahlung steuerfrei aus dem Einlagekonto.
Charttechnik und Quartalszahlen
Trotz der soliden Fundamentaldaten bleibt das Chartbild angespannt. Nach dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie taxieren Marktbeobachter die nächste wichtige Unterstützungszone auf rund 26 Euro.
Hält dieses Niveau, geht die T-Aktie mit einer stabileren Basis in den Quartalsbericht am 13. Mai. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von 2,17 Euro je Aktie. Die Vorlage der Quartalsergebnisse wird erste konkrete Hinweise liefern, ob das Bonner Unternehmen diesen Pfad verteidigen kann.
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