Zwischen dem 6. und 10. Juli 2026 erwarb der Bonner Konzern insgesamt 2.321.535 eigene Aktien über die Börse Xetra, wie das Unternehmen in einer Kapitalmarktmitteilung offenlegte. Es handelt sich um die zweite Zwischenmeldung zu dem am 1. Juli 2026 gestarteten Programm.
Tägliche Käufe zwischen 25 und 26 Euro
Die Kaufaktivität verteilte sich gleichmäßig über die Handelswoche. Am 6. Juli erwarb die Telekom 284.700 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 25,3868 Euro, tags darauf folgten 280.200 Stück zu 25,7929 Euro. Am 8. Juli kaufte der Konzern 283.150 Aktien zu 25,5192 Euro, am 9. Juli weitere 287.280 Stück zu 25,1569 Euro. Den Abschluss bildete der 10. Juli mit 277.500 Aktien zu 26,0425 Euro. Der tägliche Kaufwert lag durchweg bei rund 7,2 Millionen Euro, in Summe belief sich der Kaufpreis für die Woche auf etwa 36,1 Millionen Euro. Damit setzt die Telekom ihre Strategie fort, durch kontinuierliche Rückkäufe die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien zu reduzieren und so den Gewinn je Aktie zu stützen.
Parallel zu den Rückkäufen wurde bekannt, dass ein in der Telekom-Cloud in München trainiertes Sprachmodell namens Soofi S mit 31,6 Milliarden Parametern in deutschen Sprachbenchmarks den Spitzenplatz belegt. Das Modell wurde auf 27 Billionen Token trainiert und benötigte dafür 253.000 GPU-Stunden auf B200-Chips. Schwächen zeigen sich bislang bei komplexer Mathematik und bei sehr langen Texten jenseits von 32.000 Token, wo die Trefferquote deutlich abfällt. Eine Lizenzierung des Modells steht noch aus.
Kursentwicklung bleibt unter Druck
Die Telekom-Aktie schloss zuletzt am Montag bei 26,73 Euro. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von 3,60 Prozent zu Buche, auf Monatssicht dagegen ein Minus von 4,12 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt das Papier um 4,09 Prozent im Minus, auf Zwölfmonatssicht beträgt der Rückgang 12,70 Prozent. Damit notiert die Aktie deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, das sie am 27. Februar 2026 erreichte – der Abstand beträgt 22,18 Prozent. Zum 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro vom 30. Juni 2026 hält das Papier dagegen einen Puffer von 13,55 Prozent.
Auch im Vergleich zu den gleitenden Durchschnitten zeigt sich das schwächere mittelfristige Bild: Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 27,37 Euro, wovon der aktuelle Kurs 2,34 Prozent entfernt notiert. Deutlicher fällt der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt aus, der bei 28,75 Euro liegt – hier beträgt die Differenz 7,03 Prozent. Der 100-Tage-Durchschnitt notiert bei 29,25 Euro. Der Relative-Stärke-Index von 53,2 signalisiert weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation, während die auf 30 Tage annualisierte Volatilität mit 32,35 Prozent auf spürbare Kursschwankungen hindeutet. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich derzeit auf 122,60 Milliarden Euro.
Rückkaufprogramm als Signal an Anleger
Die regelmäßigen Zwischenmeldungen zum Rückkaufprogramm gehören inzwischen zum festen Bestandteil der Kapitalmarktkommunikation der Deutschen Telekom. Für Anleger liefert die kontinuierliche Kaufaktivität ein Signal, dass der Konzern trotz der schwächeren Kursentwicklung der vergangenen Monate an seiner Ausschüttungs- und Kapitalrückführungsstrategie festhält. Ob sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch in den kommenden Wochen verringert, dürfte auch davon abhängen, wie der Markt die fortgesetzten Rückkäufe und die technologischen Entwicklungen rund um die konzerneigene Cloud-Infrastruktur bewertet.
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