Starke US-Zahlen auf der einen Seite, stockende Tarifverhandlungen im Inland auf der anderen. Bei der Deutschen Telekom prägen derzeit Gegensätze das Bild. Die amerikanische Mobilfunktochter T-Mobile US liefert im ersten Quartal 2026 kräftiges Wachstum und übertrifft die Markterwartungen deutlich. Das gibt der T-Aktie nach wochenlanger Schwäche einen spürbaren Impuls.
US-Tochter liefert Wachstum
T-Mobile US steigerte den Umsatz im Auftaktquartal auf 23,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um zwölf Prozent. Unter dem Strich sank der Nettogewinn zwar auf 2,5 Milliarden Dollar. Das Management begründet diesen Rückgang mit Einmalkosten für jüngste Zukäufe.
Parallel dazu wuchs der Kundenstamm kräftig. Das Unternehmen verzeichnete rund 217.000 neue Vertragskunden. Daraufhin hob der Vorstand die Jahresprognose für Nettozugänge auf bis zu 1,05 Millionen an.
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Die Zahlen aus Bellevue rufen die Analysten auf den Plan. Deutsche Bank Research belässt die Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 42 Euro. JPMorgan bestätigt das „Overweight“-Rating bei einem Ziel von 40 Euro. Die US-Analysten merken an, dass die Markterwartungen bereits über dem Mittelpunkt der neuen Zielspanne liegen.
An der Börse sorgten die Nachrichten für Erleichterung. Zuletzt notierte das Bonner Papier bei 27,32 Euro und damit nur knapp drei Prozent über dem 52-Wochen-Tief. Auf Jahressicht steht ein Minus von rund 13 Prozent auf der Kurstafel. Die starken US-Daten liefern nun Argumente für eine mögliche Bodenbildung.
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Warnstreiks im Heimatmarkt
Während die amerikanische Tochter Rückenwind liefert, wächst im Heimatmarkt der Druck. Verdi fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent. Hinzu kommt der Wunsch nach einem jährlichen Mitgliederbonus.
Nach einer zweiten ergebnislosen Verhandlungsrunde rief die Gewerkschaft bereits zu regionalen Warnstreiks auf. Am 11. und 12. Mai geht der Tarifkonflikt in die dritte Runde. Weitere Ausstände im Vorfeld schließt die Arbeitnehmervertretung nicht aus.
Nur einen Tag nach der nächsten Verhandlungsrunde legt die Muttergesellschaft ihre eigenen Bücher vor. Am 13. Mai veröffentlicht die Deutsche Telekom die Ergebnisse für das erste Quartal. Der Konzern peilt für das Gesamtjahr ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 47,4 Milliarden Euro an. Der freie Cashflow soll auf etwa 19,8 Milliarden Euro steigen.
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