Deutsche Telekom Aktie: 217.000 neue US-Kundenkonten im Q1

Deutsche Telekom hebt Jahresziele nach starkem Quartal an. T-Mobile US bleibt Wachstumstreiber, Netz-Maut-Pläne werden aufgegeben.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt organisch um 4,7 Prozent
  • T-Mobile US mit deutlichem Kundenwachstum
  • EBITDA-Ziel für 2026 leicht erhöht
  • Netz-Maut-Forderung endgültig aufgegeben

Starkes US-Geschäft, solider Heimatmarkt, leicht angehobene Ziele: Die Deutsche Telekom hat am Mittwoch Quartalszahlen vorgelegt, die kaum Anlass zur Kritik bieten. Der Konzern wächst organisch schneller als erwartet — und zieht die Prognose für 2026 entsprechend nach oben.

Operative Kennzahlen im ersten Quartal

Der Konzernumsatz stieg organisch um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL kletterte organisch um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss legte um 6,5 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu — das entspricht 0,54 Euro je Aktie.

Der unbereinigte Nettogewinn sank allerdings um gut 28 Prozent auf rund 2,0 Milliarden Euro. Der Rückgang erklärt sich durch positive Bewertungseffekte im Vorjahr, die diesmal fehlen. Bereinigt um diesen Basiseffekt bleibt das Bild klar positiv.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?

T-Mobile US als Wachstumsmotor

Die US-Tochter T-Mobile US bleibt der entscheidende Treiber. Der Service-Umsatz stieg um 11,5 Prozent auf 18,9 Milliarden US-Dollar. Im Postpaid-Bereich kamen netto 217.000 neue Kundenkonten hinzu. Für das Gesamtjahr erwartet T-Mobile US nun 950.000 bis 1.050.000 neue Postpaid-Konten.

Das deutsche Geschäft wächst ruhiger, aber stabil. Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Beim Glasfaserausbau sind inzwischen über 13 Millionen Haushalte angeschlossen. Die Nutzerzahl kletterte auf 2,2 Millionen — eine Aufnahmerate von 17,1 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?

Prognose leicht angehoben, Netz-Maut begraben

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Vorstand nun ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro. Zuvor lag die Zielmarke bei rund 47,4 Milliarden Euro. Der Free Cashflow AL soll 19,8 Milliarden Euro überschreiten. Das bereinigte EPS-Ziel von rund 2,20 Euro bleibt bestehen.

Parallel dazu hat Konzernchef Tim Höttges die langjährige Forderung nach einer Netz-Maut für US-Technologiekonzerne aufgegeben. Mangelnde politische Unterstützung auf EU-Ebene und in Berlin machte das Projekt unrealistisch. Künftig setzt der Konzern auf direkte Partnerschaften mit den Tech-Konzernen.

Die Aktie schloss am Mittwoch mit einem Plus von 1,23 Prozent bei 28,24 Euro — damit liegt der Kurs aber noch rund 17,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,25 Euro. JPMorgan bewertete den Quartalsbericht positiv und hob den verbesserten Ausblick durch das US-Geschäft hervor. Ob die Telekom-Aktie den Abstand zu ihrem Jahreshoch bis zum Herbst weiter schließen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie nachhaltig das T-Mobile-Wachstum bleibt.

Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Deutsche Telekom

Deutsche Telekom Jahresrendite