45 Millionen Euro in nur einer Woche. Die Deutsche Telekom macht bei ihrem Aktienrückkauf Tempo. Mitte Mai erwarb der DAX-Konzern rund 1,6 Millionen eigene Papiere. Damit setzt das Management seine Strategie der Kapitalrückführung konsequent um.
Milliarden für die Aktionäre
Der durchschnittliche Kaufpreis der jüngsten Tranche lag bei knapp 27,80 Euro. Seit dem Start des aktuellen Programms Anfang April sammelte die Telekom bereits über neun Millionen Aktien ein. Das Ziel: Der Konzern will im laufenden Jahr Papiere für bis zu zwei Milliarden Euro vom Markt nehmen.
Den Großteil davon zieht das Unternehmen anschließend ein. Das verknappt das Angebot und stützt theoretisch den Kurs. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Telekom ein Rückkaufprogramm im exakt gleichen Volumen erfolgreich abgeschlossen.
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Parallel dazu fließt Geld über die reguläre Dividende an die Anteilseigner. Für das abgelaufene Jahr zahlt der Konzern 1,00 Euro je Aktie. Das entspricht einem Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Unternehmen schüttet generell einen Großteil des bereinigten Gewinns direkt aus. Diese feste Quote schafft Planbarkeit für Investoren. Der zusätzliche Aktienrückkauf wirkt parallel als Hebel für den künftigen Gewinn je Aktie.
Starke Netze füllen die Kassen
Die finanziellen Mittel dafür sind vorhanden. Zum Jahresstart steigerte die Telekom den Umsatz auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs organisch spürbar. Der Konzernüberschuss kletterte auf 2,6 Milliarden Euro.
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Auch operativ baut der Konzern seine Marktposition aus. Das Unternehmen versorgt mittlerweile fast die gesamte deutsche Bevölkerung mit 5G. Derweil können 13 Millionen Haushalte einen Glasfaser-Anschluss buchen. Diese Infrastruktur sichert die großzügigen Ausschüttungen.
Am Aktienmarkt reagieren Investoren besonnen. Am Mittwoch notiert die Telekom-Aktie bei 29,13 Euro und gibt leicht nach. Auf Wochensicht steht ein Plus von rund 3,5 Prozent auf der Kurstafel. Der Titel bewegt sich damit knapp unter seiner 50-Tage-Linie.
Für den Rest des Jahres hat der Vorstand die Messlatte kürzlich höher gelegt. Das Management erwartet nun einen freien Cashflow von mehr als 19,8 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis soll auf rund 47,5 Milliarden Euro steigen. Solange das Geschäft diese Vorgaben liefert, bleibt der finanzielle Spielraum für weitere Rückkäufe erhalten.
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