Deutsche Telekom Aktie: Bodenbildung vor dem Zahltag

Die Aktie der Deutschen Telekom zeigt Stabilisierungstendenzen. Aktienrückkäufe und eine Kooperation mit Rheinmetall stützen die Kurse vor den anstehenden Quartalszahlen.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurs nahe Unterstützungszone bei 26 Euro
  • Eigene Aktienrückkäufe im Wert von 45 Mio. Euro
  • Kooperation mit Rheinmetall für Drohnenabwehr
  • Quartalszahlen am Mittwoch als entscheidender Impuls

Die Deutsche Telekom steckt in einer schwierigen Phase — und doch verdichten sich die Signale, dass das Schlimmste vorerst hinter ihr liegen könnte. Noch in dieser Woche könnte sich entscheiden, ob die Erholung trägt.

Kooperation, Rückkäufe, Quartalszahlen — viel los in Bonn

Seit Anfang Februar hat die Aktie deutlich Federn gelassen. Nach einer starken Jahreseröffnung, die bis in den Bereich von 34 Euro führte, folgte eine scharfe Korrektur — Teil einer branchenweiten Schwäche, die auch Titel wie AT&T und Verizon erfasste. Inzwischen notiert der Kurs nahe der Unterstützungszone zwischen 26,00 und 26,50 Euro, wo sich Käufer zurückgemeldet haben.

Charttechnisch liefern erste Indikatoren vorsichtige Entwarnung. Der RSI hat auf überverkauftem Niveau einen kleinen Boden gebildet und bullishe Divergenzen entwickelt. Auch der MACD verbesserte sich über seine Signallinie — die Verkaufsdynamik lässt nach. Als nächste Hürde wartet der Widerstandsbereich bei 28 Euro; erst darüber öffnet sich Raum bis rund 30 Euro, wo gleitende Durchschnitte und eine horizontale Hürde zusammentreffen. Auf der anderen Seite würde ein nachhaltiger Rutsch unter 26 Euro das kurzfristige Erholungsszenario zunichtemachen.

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Unterstützung kommt indes aus einer ungewöhnlichen Richtung: Im Zeitraum vom 4. bis 8. Mai kaufte die Deutsche Telekom im Rahmen ihres laufenden Rückkaufprogramms insgesamt rund 1,64 Millionen eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 27,43 Euro — Gesamtvolumen knapp 45 Millionen Euro. Seit Programmstart am 2. April wurden damit bereits gut 7,4 Millionen Aktien zurückgekauft. Das Unternehmen kauft also munter in die Schwäche hinein.

Rüstungskooperation als neues Signal

Für Aufsehen sorgte Anfang der Woche die Ankündigung einer Zusammenarbeit mit Rheinmetall. Beide Konzerne wollen gemeinsam ein System zur Abwehr von Drohnen und hybriden Bedrohungen entwickeln — einen sogenannten Multi-Threat-Protection-Ansatz, der Cybersicherheit mit physischer Abwehr verknüpft. Die Partnerschaft zielt auf den Schutz kritischer Infrastrukturen und Städte in Deutschland.

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Die Kooperation befindet sich noch in einem frühen Stadium. Am Kurs jedenfalls verpuffte die Meldung bislang wirkungslos — der Titel bewegte sich kaum. Für eine spürbare Neubewertung fehlt es schlicht noch an konkreten Verträgen und Umsatzzahlen.

Mittwoch als Weggabelung

Entscheidend wird nun der Mittwochmorgen, wenn die Quartalszahlen auf dem Tisch liegen. Am Optionsmarkt ist eine Kursbewegung von plus oder minus 4,1 Prozent eingepreist — keine ungewöhnliche Schwankungserwartung, aber ein klares Signal dafür, dass die Marktteilnehmer auf echte Impulse warten. Branchenbegleiter wie der französische Konzern Orange haben zuletzt ordentliche Ergebnisse vorgelegt, was die Erwartungshaltung leicht anhebt. Ob die Telekom liefert, wird den kurzfristigen Trend maßgeblich prägen.

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