Die Deutsche Telekom liefert Zahlen, die eigentlich Ruhe bringen müssten. Der Konzern hebt die Jahresprognose leicht an, zeigt solide operative Trends und bekommt dennoch kein einheitliches Signal von der Analystenseite. Goldman Sachs kürzt das Kursziel, Deutsche Bank Research sieht weiter deutliches Potenzial.
Analysten lesen dieselben Zahlen anders
Goldman Sachs senkte das Kursziel für die Aktie von 42 auf 40 Euro, hält aber an „Buy“ fest. Analyst Andrew Lee verwies auf angepasste Schätzungen nach den Quartalszahlen. Die Aktie bleibt außerdem auf der „Conviction List“ der US-Bank.
Deutsche Bank Research bleibt optimistischer. Das Kursziel liegt weiter bei 42 Euro; beim aktuellen Kurs von 28,09 Euro entspräche das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von mehr als 50 Prozent. Analyst Robert Grindle bezeichnete das erste Quartal als beruhigend und hob vor allem den Free Cashflow außerhalb des US-Geschäfts hervor.
Der Kurs selbst sendet ein gemischtes Signal. Am Donnerstag notierte die Aktie 0,53 Prozent im Minus, über zwölf Monate steht weiterhin ein Rückgang von 11,53 Prozent. Der Markt honoriert die Prognoseanhebung also nicht ohne Einschränkung.
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Prognose leicht angehoben
Für das laufende Geschäftsjahr peilt die Telekom nun ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro an. Der Free Cashflow AL soll über 19,8 Milliarden Euro liegen. Die Anpassung fällt klein aus, zeigt aber: Das Management sieht nach dem Jahresauftakt keinen Anlass zur Vorsicht.
Operativ lag der Konzern solide über den Erwartungen. Der Umsatz erreichte im ersten Quartal 29,9 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL stieg auf 11,5 Milliarden Euro und lag damit leicht über der Konsensschätzung von 11,35 Milliarden Euro.
Auch unter dem Strich blieb die Entwicklung positiv. Der Konzernüberschuss kletterte auf 2,6 Milliarden Euro, ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ist kein spektakulärer Sprung, aber ein stabiler Beitrag zur Investmentstory.
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Deutschland und USA liefern Impulse
Im Heimatmarkt wuchs der Umsatz um 1,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Beim Glasfaserausbau meldet der Konzern mehr als 13 Millionen angeschlossene Haushalte. Entscheidend ist hier weniger die reine Netzabdeckung, sondern die Frage, wie schnell daraus zahlende Kunden werden.
Die Zahl der aktiven Glasfaserkunden stieg auf 2,2 Millionen. In den USA gewann T-Mobile US derweil 217.000 neue Postpaid-Kundenkonten. CEO Tim Höttges dämpfte Erwartungen an eine schnelle Komplettübernahme der US-Tochter und richtet den Blick stärker auf operatives Wachstum sowie neue Kooperationen.
Kurzfristig bleiben zwei Themen wichtig: die laufenden Tarifverhandlungen mit Verdi und die nächsten Zahlen. Am 6. August 2026 werden die Ergebnisse für das zweite Quartal erwartet. Dann wird sichtbar, ob die leicht angehobene Prognose nur vorsichtig formuliert war oder ob die Telekom im Jahresverlauf mehr Spielraum bekommt.
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