Der Aktienkurs bröckelt, der Konzern greift zu. Bei der Deutschen Telekom klaffen Börsenstimmung und Management-Aktion derzeit weit auseinander. Seit dem ersten Juli läuft die dritte Phase eines massiven Aktienrückkaufs. Ein klares Signal.

Frisches Geld für eigene Papiere

Bis Ende September fließen nun bis zu 560 Millionen Euro in eigene Papiere. Damit setzt der Bonner Konzern sein zwei Milliarden Euro schweres Gesamtprogramm fort. Die ersten beiden Tranchen brachten bereits Millionen Aktien zurück in den Firmenbesitz. Das Management vernichtet diese Papiere größtenteils. Ein kleiner Anteil fließt in Mitarbeiterprogramme.

Die laufende Aktionärspflege trifft auf einen angeschlagenen Chart. Am Mittwoch schloss die Telekom-Aktie bei 24,24 Euro. Seit Januar summiert sich der Verlust auf rund 13 Prozent. Damit notiert das Papier nur knapp über seinem jüngsten Jahrestief.

Operativ auf Kurs

Marktbeobachter stufen die Aktie mittlerweile als überverkauft ein. Ein entsprechender technischer Indikator signalisiert eine mögliche Gegenbewegung. Unabhängig vom schwachen Chartbild hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen einen operativen Gewinn von 47,5 Milliarden Euro.

Der freie Cashflow soll bei knapp 20 Milliarden Euro liegen. Das Rückgrat dieser Prognose bildet weiterhin das US-Geschäft von T-Mobile. In Europa treibt der Konzern den Ausbau seiner Glasfasernetze zügig voran.

Die dritte Phase des Aktienrückkaufs läuft nun ununterbrochen bis Ende September. Das sichert eine stetige Nachfrage an der Börse. Hält das operative Wachstum wie geplant an, federt der Konzern die aktuelle Kursschwäche mit dem Programm gezielt ab.