Nach einem Kursrutsch von fast zehn Prozent im vergangenen Monat meldet sich die T-Aktie zurück. Ein Intraday-Reversal am Donnerstag und ein Plus von knapp zwei Prozent am Freitag deuten auf eine erste Bodenbildung hin. Der Zeitpunkt für diese technische Erholung ist brisant. In wenigen Tagen trifft der Bonner Konzern in der zweiten Tarifrunde auf die Gewerkschaft ver.di.
Tarifstreit trifft auf Margendruck
Am 27. April geht der Verhandlungsmarathon in Siegburg in die nächste Phase. Die Gewerkschaft ver.di fordert für zehntausende Tarifbeschäftigte ein Lohnplus von 6,6 Prozent. Die angestrebte Laufzeit des neuen Vertrags beträgt zwölf Monate.
Die Arbeitgeberseite legte zum Auftakt kein eigenes Angebot vor. Das Management verwies lediglich auf eine ausführliche Prüfung der Forderungen. Höhere Personalkosten könnten den ehrgeizigen Ausblick für das laufende Jahr empfindlich belasten, weshalb der Markt jeden Schritt am Verhandlungstisch genau abwägt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?
Charttechnik und US-Sorgen
Auf dem Parkett hinterließ die jüngste Schwäche deutliche Spuren. Nach einem negativen Analystenkommentar der US-Großbank JP Morgan rutschte das Papier unter die wichtige 200-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 29,56 Euro. Den Freitagshandel beendete der Titel knapp darunter bei 29,11 Euro.
Ein Blick auf die Indikatoren zeigt eine stark überverkaufte Situation. Der Relative-Stärke-Index (RSI) für 14 Tage fiel auf einen Wert von 29,1. Parallel dazu sorgt die Wettbewerbsdynamik in den Vereinigten Staaten für Unruhe. Konkurrent AT&T überarbeitete kürzlich sein Tarifangebot massiv, was den Druck auf die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile US spürbar erhöht.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?
Milliarden-Ziele und Satelliten-Pakt
Strategisch baut der Konzern seine Expansion im All weiter aus. Eine vertiefte Kooperation mit SpaceX zielt unter dem Namen „Satellite Internet Access by Starlink“ auf Unternehmenskunden in abgelegenen Regionen ab. Ab Frühjahr 2028 soll eine Direct-to-Cell-Technologie das terrestrische Netz europäischer Märkte nahtlos ergänzen.
Solche Zukunftsprojekte erfordern eine solide finanzielle Basis. Für das Jahr 2026 peilt der Vorstand ein bereinigtes operatives Ergebnis von 47,4 Milliarden Euro an. Der freie Cashflow soll knapp 20 Milliarden Euro erreichen.
Ob das erste Jahresviertel diese Wachstumsstory stützt, wird am 13. Mai 2026 sichtbar. An diesem Tag legt die Deutsche Telekom ihre Quartalszahlen vor. Das Management muss dann konkrete Antworten liefern, wie stark die neuen US-Tarife von AT&T das amerikanische Kerngeschäft tatsächlich tangieren und ob die Jahresprognose unangetastet bleibt.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 18. April liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


