Am Montag erwarb die Deutsche Telekom im Rahmen ihres laufenden Programms weitere 679.590 eigene Aktien. Der Konzern führt damit die am 6. August beschlossene Erweiterung seiner Rückkäufe konsequent fort. An den Börsen geriet das Papier zuletzt dennoch unter Druck. Am Dienstag verlor der Kurs 1,5 Prozent und beendete den Handel bei 26,41 Euro.

Konkrete unternehmensspezifische Auslöser für den jüngsten Kursrückgang ließen sich Medienberichten zufolge nicht ausmachen. Allerdings hatte das Analysehaus Bernstein die Aktie am Freitag von „Outperform“ auf „Market-Perform“ herabgestuft.

Zugleich senkten die Experten ihr Kursziel von 37 Euro auf 28,10 Euro. Bernstein begründete den Schritt mit Unsicherheiten bezüglich einer möglichen Fusion mit T-Mobile US sowie dem härteren Wettbewerb im deutschen Festnetz-Breitbandgeschäft.

Offensive bei Medien und Sportübertragungen

Ungeachtet der verhalteneren Analystenstimmen baut der Konzern sein operatives Angebot für Privatkunden zügig aus. Am 23. September integrierte die Telekom den Streamingdienst HBO Max in ihre Plattform MagentaTV. Nutzer können dabei zwischen sechs verschiedenen Optionen wählen, zu denen auch Zwölf-Monats-Pakete gehören.

Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen am Freitag die exklusiven Übertragungsrechte für die Basketball Champions League. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen dieser Vereinbarung machte der Konzern keine Angaben. Beide Schritte zielen darauf ab, die Attraktivität des Medienangebots zu erhöhen und Kunden längerfristig zu binden.

Neue Vertriebswege und globale Satellitenanbindung

Parallel zur Ausweitung der digitalen Inhalte rückt die stationäre Präsenz wieder stärker in den Fokus. Am Donnerstag stellte die Telekom flexible Shop-Formate vor, mit denen sie ihr Filialnetz weiter anpassen will. Damit reagiert das Management auf das veränderte Einkaufsverhalten der Verbraucher.

Auch bei der Netzinfrastruktur treiben die Bonner Neuerungen voran. Bereits am 17. September schloss die Telekom mit dem Partner Iridium die technische Integration für ein weltweites Roaming-Abkommen ab. Der Dienst bindet ein LEO-Satellitennetz ein und steht für kompatible Geräte im Bereich des Internets der Dinge kommerziell bereit.

Wie stark das terrestrische Mobilfunknetz beansprucht wird, belegte am ersten Wiesn-Wochenende zudem ein Datenrekord auf der Theresienwiese von 57,7 TByte – ein Anstieg um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.