Die Deutsche Telekom besteht faktisch aus zwei Welten. Ein Bonner Rumpfgeschäft und ein amerikanischer Wachstumsmotor. Nun kursieren Gerüchte über eine Vollverschmelzung mit der US-Tochter T-Mobile US. Für Anleger kommt der Quartalsbericht am 13. Mai daher genau zur richtigen Zeit.
Eine Hülle für das US-Geschäft
T-Mobile US treibt längst die gesamte Bewertung des deutschen Konzerns an. Mehr als 70 Prozent des Börsenwerts von rund 135 Milliarden Euro entfallen auf die amerikanische Beteiligung. Aktuell hält die Telekom 52,8 Prozent der Anteile.
Insidern zufolge diskutiert das Management eine komplette Verschmelzung. Die neue Struktur könnte dem Linde-Praxair-Modell von 2018 folgen. Damals diente eine irische Holding als neutrale Klammer. Bislang schweigt Bonn zu den Spekulationen.
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Hohe Hürden in Berlin und Washington
Ein solcher Mega-Deal bringt massive Hindernisse mit sich. Der deutsche Staat und die KfW halten gemeinsam rund 28 Prozent an der Telekom. Eine Fusion würde diesen Anteil spürbar verwässern. Damit fiele Berlin unter die strategisch wichtige Sperrminorität. Ein politisches Risiko.
Auf der anderen Seite des Atlantiks warten ebenfalls Prüfungen. Das US-Justizministerium und die Kommunikationsbehörde FCC müssten einem Deal zustimmen. Hinzu kommt eine mögliche Untersuchung durch das CFIUS-Komitee.
Baustellen im operativen Geschäft
Abseits der großen Strategie wartet der Alltag. In der laufenden Tarifrunde fordert Ver.di für 60.000 Beschäftigte ein Lohnplus von 6,6 Prozent. Ein Arbeitgeberangebot steht noch aus. Derweil läuft die Vermarktung der Übertragungsrechte für die kommende Fußball-WM an.
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An der Börse sorgten die jüngsten Entwicklungen für Druck. Die T-Aktie ging am Freitag bei 27,41 Euro aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier knapp 13 Prozent.
Der Abstand zum Jahreshoch fällt mit rund 20 Prozent spürbar aus. Zur gleichen Zeit stützt der Konzern den Kurs mit einem laufenden Aktienrückkaufprogramm. Das Volumen von 550 Millionen Euro soll bis Ende Juni ausgeschöpft sein.
Am 13. Mai legt die Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Investoren werden das Management direkt zu den Fusionsgerüchten befragen. Fällt die Antwort vage aus, droht weiterer Verkaufsdruck bei der Aktie.
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