Die Deutsche Telekom führt einen eigenen Maßstab für ihre Kreislaufwirtschaft ein. Mit dem heute vorgestellten Telekom Circularity Score will der Konzern den Fortschritt bei Rücknahme, Wiederaufbereitung und erneuter Nutzung erfassen.
Dahinter steht das Ziel, Netzbetrieb und Endgerätegeschäft bis 2030 nahezu vollständig zirkulär zu gestalten. Für Anleger macht die Initiative vor allem die Umsetzung dieses langfristigen Vorhabens besser überprüfbar.
Einheitlicher Maßstab für unterschiedliche Prozesse
Der neue Score bündelt 14 gleich gewichtete Kennzahlen. Jede erhält einen Ausgangswert und ein Ziel für 2030. Damit soll sich der Fortschritt nicht allein an einzelnen Rücknahmeaktionen ablesen lassen. Stattdessen verbindet die Telekom unterschiedliche Aspekte der Kreislaufwirtschaft in einem gemeinsamen Bewertungssystem.
Die Skala übersetzt den jeweiligen Zielerreichungsgrad in Punkte: Eine vollständige Erfüllung entspricht 10 Punkten. Bei 50 Prozent Zielerreichung werden 5 Punkte vergeben. Durch die gleiche Gewichtung erhält jede Kennzahl denselben Stellenwert innerhalb des Systems.
Erfasst werden unter anderem Elektroschrott sowie die Rücknahme und Wiederaufbereitung von Geräten. Hinzu kommt deren erneute Nutzung. Der Ansatz reicht damit über die Entsorgung hinaus: Er betrachtet auch die Frage, ob Geräte nach ihrer Rückgabe wieder eingesetzt werden. Das passt zum Anspruch, sowohl den Netzbetrieb als auch das Endgerätegeschäft einzubeziehen.
Erster Gesamtdurchlauf läuft
Nach Angaben der Deutschen Telekom läuft derzeit der erste Gesamtdurchlauf der Messung. Die Einführung des Instruments ist deshalb von der Erreichung des Kreislaufziels zu unterscheiden. Der Score soll Fortschritte sichtbar machen; sein Start bedeutet nicht, dass die angestrebte Umstellung bereits abgeschlossen ist.
Für Anleger liegt der Nutzen in der Verbindung aus Ausgangswerten und festgelegten Zielgrößen. Diese Struktur schafft einen Maßstab, an dem sich die weitere Entwicklung beurteilen lässt. Entscheidend wird damit die Bewegung der Kennzahlen in Richtung der gesetzten Ziele, nicht allein die Einführung einer neuen Bewertungsmethode.
Telekom strebt branchenweite Nutzung an
Die Ambitionen reichen über den eigenen Konzern hinaus. Die Telekom berichtet von positiven Rückmeldungen von Vodafone, Orange, Telefónica und BT. Langfristig könnte aus dem Ansatz zunächst ein europäischer und später ein globaler Branchenstandard entstehen.
Positive Rückmeldungen sind allerdings noch keine gemeinsame Einführung. Eine breitere Nutzung bleibt eine Perspektive. Für die Deutsche Telekom steht zunächst die eigene Messung im Mittelpunkt: Sie soll aus dem langfristigen Kreislaufversprechen einen anhand konkreter Kennzahlen nachvollziehbaren Veränderungsprozess machen. Der erste Gesamtdurchlauf ist dafür der operative Auftakt.
Stand heute, 15. Oktober: Deutsche Telekom – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Deutsche Telekom investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 15. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

