Für die Deutsche Telekom verdichten sich heute zwei Ereignisse, die in unterschiedliche Richtungen ziehen können: Während in Siegburg die zweite Tarifrunde mit ver.di läuft, liefert die US-Tochter T-Mobile US ihre Quartalszahlen. Die Aktie kommt mit einem Minus von rund 13 Prozent in den letzten 30 Tagen unter erheblichem Druck in diesen Tag.
Lohnrunde ohne schnellen Abschluss
Ver.di fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit — plus einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. In der ersten Runde Mitte April hatte die Telekom zwar Verhandlungsbereitschaft signalisiert, aber kein Angebot vorgelegt. Stattdessen verwies das Unternehmen auf Wettbewerbs- und Effizienzdruck sowie Investitionen in den Glasfaserausbau.
Heute erwartet ver.di ein konkretes Angebot. Ob es kommt, ist offen. Insgesamt sind vier Verhandlungstermine bis Ende Mai vereinbart — ein rascher Abschluss gilt als unwahrscheinlich.
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Alles hängt an T-Mobile US
Wichtiger für den Kurs dürften die Zahlen aus den USA sein. T-Mobile US, an der die Telekom gut 53 Prozent hält, ist der mit Abstand größte Gewinntreiber des Konzerns. Analysten erwarten für das erste Quartal einen Umsatz von rund 23 Milliarden Dollar — ein Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie prognostizieren sie allerdings einen Rückgang von über 20 Prozent auf 2,06 Dollar, bedingt durch Einmaleffekte aus dem Vorjahreszeitraum.
Enttäuschende Zahlen würden die Telekom-Aktie weiter unter Druck setzen. Sie notiert bei 27,61 Euro — rund sechs Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts und fast 20 Prozent vom 52-Wochen-Hoch entfernt.
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Starlink als Wachstumswette im B2B
Abseits der kurzfristigen Impulse hat die Telekom ihr Geschäftskundenportfolio ausgebaut. Mit „Satellite Internet Access by Starlink“ bietet sie seit Frühjahr 2026 als nach eigenen Angaben einziger deutscher Netzbetreiber satellitenbasiertes Business-Breitband als vollständig verwalteten Service an — mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s. Das Produkt richtet sich an Großunternehmen und Behörden, die an Standorten ohne vollständige Glasfaser- oder Mobilfunkversorgung auf Redundanz angewiesen sind.
Die Abhängigkeit von einem einzelnen US-Anbieter für kritische Infrastruktur ist dabei nicht unumstritten. Die Telekom positioniert sich als verlässlicher Mittler, der Service-Qualität und Support für deutsche Kunden sicherstellt.
Die T-Mobile-US-Zahlen erscheinen nach US-Börsenschluss — sie dürften die Richtung für die Telekom-Aktie in den kommenden Handelstagen maßgeblich mitbestimmen.
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