Die Kassen der Deutschen Telekom füllen sich im ersten Quartal 2026 dank eines starken US-Geschäfts. Der Konzern schraubt seine Jahresziele nach oben. Hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich ein teures Problem im Heimatmarkt. Die Kunden lassen das neue Glasfasernetz oft links liegen. Die Aktie reagiert am Mittwoch dennoch positiv und klettert um 1,77 Prozent auf 28,10 Euro.
Schwache Auslastung im Heimatmarkt
Ende März verzeichnete der Bonner Konzern rund 2,2 Millionen aktive Glasfaserkunden. Das Unternehmen kann inzwischen über 13 Millionen Haushalte technisch versorgen. Die sogenannte Aufnahmerate liegt aber bei lediglich 17,1 Prozent. Konzernchef Tim Höttges nannte diese Auslastung unbefriedigend. Oft scheitert der Anschluss an bestehenden Kabelverträgen der Vermieter in Mehrfamilienhäusern. Auf dem Land und am Stadtrand zeigen sich Einfamilienhausbesitzer weitaus wechselwilliger.
Milliarden für den Netzausbau
Beim Netzausbau drückt die Telekom weiter aufs Tempo. Im ersten Quartal schuf das Unternehmen 370.000 neue Anschlüsse. Zweieinhalb Millionen zusätzliche Haushalte sollen dieses Jahr die Buchungsoption erhalten. Dafür nimmt der Konzern viel Geld in die Hand. Bis zum Ende des Jahrzehnts fließen zweistellige Milliardenbeträge in die neue Infrastruktur.
Wachstum im Firmenkundengeschäft
Besser läuft es abseits der Kabelnetze. T-Systems steigerte den Auftragseingang organisch auf fast eine Milliarde Euro. Parallel dazu betreibt die Sparte seit Februar eine neue Cloud für Künstliche Intelligenz in München. Diese bietet Rechenleistung unter strengen deutschen Datenschutzvorgaben. Auch das europäische Ausland liefert verlässlich ab. Hier gewann die Telekom zehntausende Neukunden im Mobilfunk und Breitband.
Die starke Gesamtentwicklung erlaubt eine höhere Jahresprognose. Das Management erwartet nun ein operatives Ergebnis von rund 47,5 Milliarden Euro. Treiber dieser Anhebung ist die US-Tochter T-Mobile. Am Aktienmarkt sorgt das für Rückenwind. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 77,5 aktuell hohes Kaufinteresse. Das 52-Wochen-Hoch bei 34,25 Euro bleibt dennoch ein gutes Stück entfernt. Die zentrale Aufgabe für die kommenden Monate steht fest. Das Management muss das teure Glasfasernetz schneller in zahlende Kundschaft verwandeln.
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