Gleich mehrere Nachrichten bewegen heute die Telekom-Aktie: S&P stuft den Bonner Konzern hoch, Verdi dreht an der Daumenschraube — und morgen öffnen die Bücher.
S&P sieht solide Cashmaschine
Die Ratingagentur S&P hat das langfristige Emittentenrating der Deutschen Telekom von BBB+ auf A- angehoben. Das Kurzfristrating bleibt bei A-2, der Ausblick ist stabil. Hintergrund: S&P rechnet mit einem jährlichen freien operativen Cashflow von über 20 Milliarden Euro — eine Größenordnung, die dem Konzern nach Einschätzung der Analysten erheblichen Spielraum verschafft, ohne die Finanzpolitik zu gefährden.
Das Upgrade stützt sich auf anhaltend wachsende Dienstleistungsumsätze und eine schrittweise steigende EBITDA-Marge. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Plus von gut einem Prozent auf rund 27,70 Euro.
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Verdi erhöht den Druck
Zeitgleich eskaliert der Tarifstreit. Verdi hat Telekom-Beschäftigte in Rheinland-Pfalz und dem Saarland für heute zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind acht Standorte, darunter Mainz, Koblenz und Saarbrücken. Insgesamt werden rund 700 Streikende erwartet. Die Gewerkschaft will damit während der dritten Verhandlungsrunde den Druck erhöhen — die zweite Runde Ende April endete ohne Arbeitgeberangebot.
Verdi fordert 6,6 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit, einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich sowie 120 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Konkrete Auswirkungen auf Kunden: schlechtere Erreichbarkeit, Verzögerungen beim Glasfaserausbau und mögliche Terminabsagen im technischen Service.
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Drohnenabwehr und Q1-Zahlen als nächste Kurstreiber
Neben dem Tarifkonflikt rückt ein neues Thema in den Vordergrund: Gemeinsam mit Rheinmetall plant die Telekom ein Drohnenabwehrsystem für zivile Objekte. Das Vorhaben verleiht dem Bonner Konzern ein ungewohntes Sicherheitstechnik-Profil — und liefert Anlegern kurz vor den Quartalszahlen einen zusätzlichen Diskussionspunkt.
Morgen, am 13. Mai, präsentiert die Telekom ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Im Fokus steht dabei besonders die US-Tochter T-Mobile: Das Management unter Konzernchef Timotheus Höttges hatte für 2026 weiteres Wachstum in Aussicht gestellt, gestützt auf das starke operative Geschäft jenseits des Atlantiks. Mögliche Aussagen zur Fusionsstruktur zwischen Konzern und Tochter dürften das Interesse der Investoren zusätzlich anheizen.
Das Rating-Upgrade von S&P liefert dabei den passenden Rückenwind — auch wenn der Streik zeigt, dass intern noch Gesprächsbedarf besteht.
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