Die Deutsche Telekom hat nach überzeugenden Quartalszahlen ihr Aktienrückkaufprogramm kräftig aufgestockt. Statt bislang bis zu 2 Milliarden Euro will der Konzern nun bis zu 5 Milliarden Euro in eigene Aktien investieren. Reuters berichtete, die Erhöhung um bis zu 3 Milliarden Euro sei eine Reaktion auf Quartalszahlen, die die Erwartungen übertroffen hatten.

Umsatz und Ergebnis legen deutlich zu

Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 29,933 Milliarden Euro nach 28,671 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA AL kletterte auf 11,821 Milliarden Euro, verglichen mit 10,999 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Auch beim Ergebnis je Aktie zeigte sich Fortschritt: Es lag bei 0,58 Euro nach 0,51 Euro im Vorjahreszeitraum.

Parallel zur Aufstockung des Rückkaufprogramms hob der Konzern seine Prognose für den freien Cashflow AL 2026 auf rund 20,0 Milliarden Euro an. Für das Gesamtjahr bestätigte die Deutsche Telekom zugleich die bestehenden Ziele von rund 47,5 Milliarden Euro beim bereinigten EBITDA AL und rund 2,20 Euro Ergebnis je Aktie.

Die Kombination aus höherer Cashflow-Guidance und ausgeweitetem Rückkauf signalisiert Anlegern, dass der Konzern seine Kapitalrendite-Zusagen mit mehr Substanz unterlegt als zuvor.

Aktie reagierte deutlich, Rückkäufe laufen bereits

dpa berichtete, die Aktie habe nach den Zahlen und dem höheren Rückkaufvolumen im frühen Handel deutlich zugelegt. Auch am Montag zählte das Papier laut dpa und Reuters im Umfeld der Nachrichten zu den stärkeren Werten im DAX. Der Konzern setzt das aufgestockte Programm bereits um: Allein zwischen dem 3. und 7. August erwarb die Deutsche Telekom 1.277.230 eigene Aktien.

Aktuell notiert die Aktie bei 28,51 Euro und damit nahezu exakt auf ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 28,54 Euro – ein Zeichen dafür, dass der positive Nachrichtenschub die Aktie zwar über die kurzfristigen Durchschnittslinien getragen hat, ohne dass sich bislang ein nachhaltiger Ausbruch nach oben etabliert hat.

Auf Monatssicht steht ein Plus von 7,6 Prozent, während die Aktie über die vergangene Woche um 1,7 Prozent nachgab. Zum 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, erreicht Ende Februar, fehlen der Aktie derzeit rund 17 Prozent.

Analysten uneinheitlich, Kursziele bleiben hoch

UBS bestätigte am 7. August die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 36,20 Euro. Barclays senkte hingegen am 10. August sein Kursziel, beließ die Aktie aber auf „Overweight“. Beide Häuser signalisieren damit trotz unterschiedlicher Kurszieltendenz weiterhin Vertrauen in die operative Entwicklung des Konzerns.

Für Anleger bleibt die Kombination aus wachsendem Rückkaufvolumen, angehobener Cashflow-Prognose und bestätigten Jahreszielen der zentrale Treiber der jüngsten Kursbewegung. Ein neuer, klar terminierter Unternehmenstermin für die kommenden Tage zeichnet sich derzeit nicht ab – die nächste wichtige Wegmarke bleibt die weitere Umsetzung des erweiterten Rückkaufprogramms.