Goldman Sachs hat am Freitag das Kursziel für die Deutsche Telekom von 38 auf 36 Euro gesenkt. Die Einstufung „Buy“ bestätigte das Analysehaus jedoch. Analyst Andrew Lee passte seine Schätzungen an den Quartalsbericht, die aktualisierten Prognosen für T-Mobile US und jüngste Währungsbewegungen an.

Niedrigere Ziele, positive Empfehlungen

Auch die DZ Bank korrigierte ihre Bewertung nach unten. Sie senkte am Donnerstag den fairen Wert von 35 auf 33 Euro, bestätigte aber ihre Kaufempfehlung. Anlass waren der Neunmonatsbericht und der leicht angehobene Ausblick des Konzerns.

Die Börse reagierte auf die am Donnerstag vorgelegten Quartalszahlen zunächst negativ, obwohl Umsatz und operativer Gewinn die Erwartungen übertrafen. Reuters berichtete, dass die Aktie ihre vorbörslichen Gewinne nicht halten konnte und zeitweise mehr als drei Prozent verlor.

Als konkreten Auslöser nannten Marktberichte die Enttäuschung über den angekündigten Aktienrückkauf für 2027. Dessen Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro lag laut dpa-AFX unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 3 Milliarden Euro.

Auch die vom Vorstand vorgeschlagene Dividende von 1,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 blieb leicht hinter den Erwartungen zurück.

Operatives Wachstum und höherer Ausblick

Im dritten Quartal 2026 erzielte die Telekom einen Umsatz von 31,1 Milliarden Euro. Organisch entsprach das einem Wachstum von 5,5 Prozent.

Das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 8,0 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro zu. Den bereinigten Konzernüberschuss steigerte das Unternehmen auf 3,0 Milliarden Euro.

Mit dem Quartalsbericht erhöhte die Telekom ihre Jahresprognose auf rund 47,6 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA AL. Beim Free Cashflow AL erwartet der Konzern rund 20,1 Milliarden Euro. Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 will die Telekom am 25. Februar 2027 veröffentlichen.