Die Deutsche Telekom liefert – und legt die Latte direkt höher. Für 2025 meldet der Konzern steigende Umsätze und Ergebnisse, dazu eine Rekorddividende und weitere Aktienrückkäufe. Gleichzeitig mischt sich in den Optimismus ein politischer Seitenhieb: CEO Tim Höttges macht Druck bei EU-Regeln und den Rahmenbedingungen für KI-Rechenzentren.
Operativ klingt das nach Rückenwind. An der Börse dürfte aber vor allem zählen, ob der Ausblick für 2026 die Erwartungen zuverlässig trägt.
2025: Mehr Ergebnis – trotz Dollar-Gegenwind
Unterm Strich übertraf die Telekom die eigenen Ziele. Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 119,1 Mrd. Euro (+2,9%), organisch lag das Wachstum bei 4,2%. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA AL) erreichte 44,2 Mrd. Euro (+2,8%), organisch betrug der Zuwachs 4,7%.
Wichtig: Währungseffekte bremsten die ausgewiesenen Zahlen. Der schwächere US-Dollar drückte das Ergebnis – allein im vierten Quartal wurden Währungseffekte rechnerisch mit rund 0,6 Mrd. Euro beziffert.
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Auch der Free Cashflow AL legte zu und stieg auf 19,5 Mrd. Euro (+2,0%). Auf Basis konstanter Wechselkurse lag das EBITDA AL bei 45,5 Mrd. Euro und damit leicht über dem zuletzt angehobenen Ziel von 45,3 Mrd. Euro. Im Schlussquartal lag das EBITDA AL mit 10,8 Mrd. Euro zudem knapp über dem Analystenkonsens von 10,7 Mrd. Euro.
USA und Deutschland: Wachstumsmotor hier, Ausbau dort
Der größte Schub kam erneut aus den USA. T-Mobile US steigerte den Umsatz 2025 um 4,1%, die Service-Umsätze um 7,8% und den operativen Gewinn um knapp 7%. Für 2026 stellt die Tochter beim bereinigten operativen Ergebnis einen Anstieg von 33,9 Mrd. Dollar auf 37,0 bis 37,5 Mrd. Dollar in Aussicht. Die Telekom hält rund 52,8% und prüft laut Berichtsmöglichkeiten, die Beteiligung weiter zu erhöhen.
In Deutschland fiel das Bild gemischter aus: Der Umsatz sank leicht um 0,4% auf 25,6 Mrd. Euro – begründet mit geringeren Endgeräteumsätzen. Die Service-Umsätze legten organisch um 1,1% zu, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro.
Beim Glasfaserausbau meldet der Konzern Rekordtempo: 2,5 Mio. neue Anschlüsse 2025, insgesamt 12,6 Mio. erreichbare Haushalte. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Mio. sein. Zudem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden in Deutschland überschritten.
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Dividende, Rückkauf – und der Blick auf 2026
Für 2025 soll eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie fließen. Zusätzlich setzt der Konzern auf Rückkäufe: 2026 ist ein Programm von bis zu 2 Mrd. Euro geplant; seit Jahresbeginn wurden bereits 10.010.643 Aktien zurückgekauft.
Der Ausblick für 2026 ist ambitioniert:
– Bereinigtes EBITDA AL: rund 47,4 Mrd. Euro (ca. +7%)
– Free Cashflow AL: rund 19,8 Mrd. Euro
– Bereinigtes Ergebnis je Aktie: rund 2,20 Euro (ca. +10% währungsbereinigt)
Laut Reuters lag die EBITDA-Prognose über dem Konsens, der Free Cashflow hingegen leicht darunter. Ein Hoffnungspunkt: Ab 2027 könnte der Free Cashflow wegen geringerer Investitionen in den USA schneller wachsen.
An der Börse zeigt sich zuletzt eine freundliche Tendenz: Der Schlusskurs von gestern lag bei 33,03 Euro, über die vergangenen 30 Tage steht ein Plus von 21,30% zu Buche. Damit notiert der Titel zwar noch rund 7,69% unter dem 52‑Wochen-Hoch (35,78 Euro), aber klar über dem 50‑Tage-Durchschnitt.
Zum politischen Kontext setzte Höttges ein deutliches Signal: Er kritisierte den EU-Kurs, der keine Netzgebühren-Pflichten für große US-Plattformen vorsieht, und verwies auf Verzögerungen bei Fördermitteln für KI-Gigafactories. Die Botschaft ist klar: Ohne passende Rahmenbedingungen will der Konzern nicht in solche Großprojekte einsteigen.
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