Deutsche Telekom Aktie: Starke Ziele

Die Deutsche Telekom meldet Umsatz- und Ergebniswachstum für 2025, kündigt eine Rekorddividende an und legt ehrgeizige Ziele für 2026 vor. CEO Höttges fordert zugleich bessere Rahmenbedingungen für Investitionen.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und operatives Ergebnis steigen 2025
  • Rekorddividende und Aktienrückkäufe geplant
  • Ambitionierte Prognosen für das Jahr 2026
  • CEO kritisiert EU-Regeln für Netzgebühren

Die Deutsche Telekom liefert – und legt die Latte direkt höher. Für 2025 meldet der Konzern steigende Umsätze und Ergebnisse, dazu eine Rekorddividende und weitere Aktienrückkäufe. Gleichzeitig mischt sich in den Optimismus ein politischer Seitenhieb: CEO Tim Höttges macht Druck bei EU-Regeln und den Rahmenbedingungen für KI-Rechenzentren.

Operativ klingt das nach Rückenwind. An der Börse dürfte aber vor allem zählen, ob der Ausblick für 2026 die Erwartungen zuverlässig trägt.

2025: Mehr Ergebnis – trotz Dollar-Gegenwind

Unterm Strich übertraf die Telekom die eigenen Ziele. Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 119,1 Mrd. Euro (+2,9%), organisch lag das Wachstum bei 4,2%. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA AL) erreichte 44,2 Mrd. Euro (+2,8%), organisch betrug der Zuwachs 4,7%.

Wichtig: Währungseffekte bremsten die ausgewiesenen Zahlen. Der schwächere US-Dollar drückte das Ergebnis – allein im vierten Quartal wurden Währungseffekte rechnerisch mit rund 0,6 Mrd. Euro beziffert.

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Auch der Free Cashflow AL legte zu und stieg auf 19,5 Mrd. Euro (+2,0%). Auf Basis konstanter Wechselkurse lag das EBITDA AL bei 45,5 Mrd. Euro und damit leicht über dem zuletzt angehobenen Ziel von 45,3 Mrd. Euro. Im Schlussquartal lag das EBITDA AL mit 10,8 Mrd. Euro zudem knapp über dem Analystenkonsens von 10,7 Mrd. Euro.

USA und Deutschland: Wachstumsmotor hier, Ausbau dort

Der größte Schub kam erneut aus den USA. T-Mobile US steigerte den Umsatz 2025 um 4,1%, die Service-Umsätze um 7,8% und den operativen Gewinn um knapp 7%. Für 2026 stellt die Tochter beim bereinigten operativen Ergebnis einen Anstieg von 33,9 Mrd. Dollar auf 37,0 bis 37,5 Mrd. Dollar in Aussicht. Die Telekom hält rund 52,8% und prüft laut Berichtsmöglichkeiten, die Beteiligung weiter zu erhöhen.

In Deutschland fiel das Bild gemischter aus: Der Umsatz sank leicht um 0,4% auf 25,6 Mrd. Euro – begründet mit geringeren Endgeräteumsätzen. Die Service-Umsätze legten organisch um 1,1% zu, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro.

Beim Glasfaserausbau meldet der Konzern Rekordtempo: 2,5 Mio. neue Anschlüsse 2025, insgesamt 12,6 Mio. erreichbare Haushalte. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Mio. sein. Zudem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden in Deutschland überschritten.

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Dividende, Rückkauf – und der Blick auf 2026

Für 2025 soll eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie fließen. Zusätzlich setzt der Konzern auf Rückkäufe: 2026 ist ein Programm von bis zu 2 Mrd. Euro geplant; seit Jahresbeginn wurden bereits 10.010.643 Aktien zurückgekauft.

Der Ausblick für 2026 ist ambitioniert:
Bereinigtes EBITDA AL: rund 47,4 Mrd. Euro (ca. +7%)
Free Cashflow AL: rund 19,8 Mrd. Euro
Bereinigtes Ergebnis je Aktie: rund 2,20 Euro (ca. +10% währungsbereinigt)

Laut Reuters lag die EBITDA-Prognose über dem Konsens, der Free Cashflow hingegen leicht darunter. Ein Hoffnungspunkt: Ab 2027 könnte der Free Cashflow wegen geringerer Investitionen in den USA schneller wachsen.

An der Börse zeigt sich zuletzt eine freundliche Tendenz: Der Schlusskurs von gestern lag bei 33,03 Euro, über die vergangenen 30 Tage steht ein Plus von 21,30% zu Buche. Damit notiert der Titel zwar noch rund 7,69% unter dem 52‑Wochen-Hoch (35,78 Euro), aber klar über dem 50‑Tage-Durchschnitt.

Zum politischen Kontext setzte Höttges ein deutliches Signal: Er kritisierte den EU-Kurs, der keine Netzgebühren-Pflichten für große US-Plattformen vorsieht, und verwies auf Verzögerungen bei Fördermitteln für KI-Gigafactories. Die Botschaft ist klar: Ohne passende Rahmenbedingungen will der Konzern nicht in solche Großprojekte einsteigen.

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Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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