Deutsche Telekom Aktie: Starlink-Start, Kursziel-Schnitt

Die Deutsche Telekom startet einen Satelliten-Internetservice mit Starlink, sieht sich jedoch mit gesenkten Analystenzielen und laufenden Tarifverhandlungen konfrontiert.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • Neuer Satelliten-Breitbanddienst für Geschäftskunden
  • JPMorgan senkt Kursziel auf 40 Euro
  • Laufende Tarifverhandlungen mit ver.di
  • Aktiver Aktienrückkauf stützt Kurs

Neues Produkt, gesenktes Kursziel, laufende Tarifverhandlungen — bei der Deutschen Telekom verdichten sich gerade mehrere Entwicklungen gleichzeitig. Die Aktie zeigt das: Minus 8,7 Prozent in sieben Tagen, Kurs bei 28,55 Euro.

Starlink für Geschäftskunden — ab sofort buchbar

Die Kooperation mit SpaceX trägt erste konkrete Früchte. Unter dem Namen „Satellite Internet Access by Starlink“ bietet die Telekom ab sofort einen vollständig verwalteten Satelliten-Breitbanddienst für Großkunden und öffentliche Organisationen an. Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s sollen vor allem dort helfen, wo Glasfaser oder Mobilfunk noch lückenhaft sind — oder als Backup-Lösung für bestehende Leitungen dienen. Eine ostdeutsche Brauereikette nutzt das Angebot bereits im Pilotbetrieb.

Das ist erst Stufe eins. Ab 2028 plant die Telekom den Start eines Direct-to-Device-Dienstes, bei dem sich handelsübliche Smartphones direkt mit Starlink-Satelliten verbinden — für SMS, Telefonie und Basisdaten in Funklöchern, zunächst in zehn Ländern.

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Druck von zwei Seiten

Während das Produktportfolio wächst, belasten zwei Faktoren das Kursbild. JPMorgan senkte das Kursziel von 41,50 auf 40,00 Euro und verwies auf Unsicherheiten im US-Geschäft: Konkurrent AT&T habe sein Tarifportfolio umgebaut, was auf schärferen Wettbewerb hindeutet. Die Einstufung „Overweight“ blieb bestehen. Die Deutsche Bank hält ihr Kursziel von 42 Euro und „Buy“ aufrecht.

Hinzu kommen die seit Mitte April laufenden Tarifverhandlungen mit ver.di. Die Gewerkschaft fordert für rund 60.000 Beschäftigte 6,6 Prozent mehr Lohn sowie einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro. Vier Verhandlungsrunden sind bis Ende Mai angesetzt. Deutlich steigende Personalkosten würden den angestrebten Free Cashflow von rund 19,8 Milliarden Euro für 2026 merklich belasten.

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Rückkaufprogramm läuft, Q1-Zahlen kommen

Der Konzern stützt die Aktie aktiv: Allein zwischen dem 2. und 10. April kaufte die Telekom rund 1,32 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 30,94 Euro zurück — insgesamt knapp 41 Millionen Euro. Die laufende Tranche hat ein Volumen von bis zu 550 Millionen Euro, das Gesamtprogramm für 2026 sieht bis zu zwei Milliarden Euro vor.

Am 13. Mai legt die Telekom ihre Quartalszahlen vor. Im Mittelpunkt steht dann, ob die jüngsten Preisanpassungen bei Festnetz-Bestandstarifen die Erlöse spürbar verbessert haben — und ob das US-Geschäft die Erwartungen trotz verschärftem Wettbewerb erfüllt. Beides zusammen dürfte die Richtung für den Kurs der nächsten Wochen vorgeben.

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