JPMorgan hat das Kursziel für die Deutsche Telekom von 41,50 auf 40,00 Euro gesenkt — und der Markt reagiert nervös. Der Grund: AT&T verschärft den Wettbewerb im US-Mobilfunk, was die Margen von T-Mobile US belasten könnte. Genau dort schlägt das Herz des Konzerns.
T-Mobile US trägt mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes und erzielt eine EBITDA-Marge von rund 38 Prozent. Negative Signale aus den USA wirken deshalb direkt auf die Telekom-Aktie. JPMorgan hält zwar am Rating „Übergewichten“ fest, warnt jedoch, dass der anstehende Quartalsbericht von T-Mobile US mehr Fragen aufwerfen könnte als er beantwortet. Charttechnisch zeigt die Aktie Schwäche — hohe Realzinsen belasten zusätzlich die Finanzierungsbedingungen.
Kupferpreise steigen, Glasfaser gewinnt
In Deutschland dreht die Telekom unterdessen an einer anderen Schraube. Seit dem 1. April zahlen Kunden älterer MagentaZuhause- und Call & Surf-Verträge zwei Euro mehr im Monat. Begründung: gestiegene Wartungs- und Energiekosten des Kupfernetzes, das durch aktive Komponenten wie Linecards deutlich aufwendiger zu betreiben ist als moderne Glasfasernetze mit passiver Optik.
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Die Preiserhöhung trifft Glasfaserkunden nicht — und setzt damit einen klaren Migrationsanreiz. Das Glasfasernetz erreicht aktuell 12,6 Millionen Haushalte; bis 2030 sollen es mindestens 25 Millionen sein.
Rückkäufe und Dividende trotz Gegenwind
Das Management lässt sich vom Kursgegenwind nicht beirren. Am 8. April floss eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie — ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die laufende zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms umfasst bis zu 550 Millionen Euro und läuft bis Ende Juni. Für das Gesamtjahr 2026 sind Rückkäufe von insgesamt 2 Milliarden Euro geplant; bereits über 12,3 Millionen Aktien wurden zurückgekauft.
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Die Jahresziele stehen ebenfalls. Der Konzern peilt ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,4 Milliarden Euro an — ein Wachstum von etwa 7 Prozent — sowie einen Free Cashflow von 19,8 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von rund 2,20 Euro.
Am 13. Mai legt die Deutsche Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dieser Termin liefert erstmals konkrete Daten zur Performance von T-Mobile US unter dem verschärften Wettbewerbsdruck — und dürfte zeigen, ob AT&Ts aggressive Tarifpolitik bereits Spuren hinterlassen hat.
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