Die US-Tochter T-Mobile liefert starke Quartalszahlen — und die Bonner profitieren direkt davon. Am Mittwochmorgen legte die T-Aktie auf Tradegate um zwei Prozent auf 27,30 Euro zu.

Mehr Kunden, höhere Ziele

T-Mobile US gewann im ersten Quartal 2026 rund 217.000 neue Vertragskundenkonten — ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten deutlich weniger erwartet. Der Gesamtumsatz kletterte um elf Prozent auf 23,1 Milliarden Dollar, das bereinigte operative Ergebnis (Core Ebitda) legte um zwölf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar zu.

Konzernchef Srini Gopalan hob daraufhin die Jahresziele an: Statt 900.000 bis einer Million neuer Vertragskundenkonten peilt das Management nun 950.000 bis 1,05 Millionen an. Gleichzeitig wurden die Ziele für den bereinigten freien Cashflow und das Core Ebitda nach oben korrigiert. Kein Wunder, dass die Nachricht auch in Frankfurt gut ankam.

Gegenwind von der Heimatfront

Nicht alles läuft rund. Im Inland steht die Deutsche Telekom mitten in laufenden Tarifverhandlungen: Verdi fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit sowie einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Nach einer zweiten Verhandlungsrunde ohne konkretes Arbeitgeberangebot rief die Gewerkschaft Beschäftigte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Warnstreik auf. Die dritte Runde ist für den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt — ein weiterer Ausstand bis dahin bleibt möglich.

Die starken Zahlen aus Bellevue überlagern diesen Gegenwind vorerst deutlich. Das Kursplus am Mittwoch zeigt, wie eng das Schicksal der T-Aktie mit der Performance ihrer amerikanischen Tochter verknüpft ist.