Die Deutsche Telekom hat am Donnerstag eigene Aktien vom Markt genommen. Der Konzern erwarb 1,35 Millionen Anteilsscheine – nach Marktbeobachtungen ein Signal, mit dem das Unternehmen dem zunehmenden Wettbewerbsdruck in der Telekommunikationsbranche entgegentreten will. Der Kauf reiht sich in eine Phase ein, in der die Aktie zuletzt moderate Erholungstendenzen zeigte, während gleichzeitig die wichtigste US-Tochter vor ihrem Quartalsbericht steht.
Rückkaufprogramm als Kurssignal
Der Erwerb der 1,35 Millionen Aktien wird als Kursstütze eingeordnet, mit der die Telekom auf den Druck reagiert, der von Wettbewerbern im Heimatmarkt und in den USA ausgeht. Die Aktie notiert aktuell bei 27,19 Euro und hat auf Wochensicht um 1,76 Prozent zugelegt. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, das Ende Februar erreicht wurde, fehlen der Aktie derzeit noch rund 21 Prozent – ein Abstand, der zeigt, wie deutlich sich der Kurs seither von seinen Jahreshochs entfernt hat, selbst wenn die jüngste Kursbewegung nach oben zeigt.
T-Mobile US steht im Rampenlicht
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht an diesem Donnerstag die US-Tochter T-Mobile US, die am 23. Juli 2026 ihre Zahlen zum zweiten Quartal vorlegt. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 2,59 US-Dollar, nach 2,84 US-Dollar im Vorjahresquartal, sowie mit einem Umsatz von 22,95 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 8,58 Prozent gegenüber den 21,13 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Gewinn je Aktie von 10,46 US-Dollar erwartet, nach 9,72 US-Dollar im Vorjahr, bei einem Umsatz von 94,56 Milliarden US-Dollar gegenüber 88,31 Milliarden US-Dollar zuvor. Das Analysehaus BMO taxiert den Quartalsgewinn sogar auf 2,68 US-Dollar je Aktie.
Zusätzliche Brisanz erhält der Termin durch die Konkurrenz: AT&T hat für das zweite Quartal starke Zuwächse bei Mobilfunkkunden gemeldet, mit 432.000 neuen Postpaid-Handyverträgen und 646.000 zusätzlichen Breitbandanschlüssen. Der Umsatz von AT&T lag bei 31,6 Milliarden US-Dollar, das bereinigte EBITDA bei 12,3 Milliarden US-Dollar und der freie Cashflow bei 4,7 Milliarden US-Dollar. Die AT&T-Aktie legte um 2,6 Prozent zu. Beobachter werten die Marktanteilsgewinne von AT&T als potenzielle Gefahr für T-Mobile US, da der Rivale im hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt zunehmend Boden gutmacht. Wie die Telekom-Tochter darauf reagiert, dürfte die heutigen Zahlen entscheidend prägen und über die Konzernmutter auch auf die Bewertung der Deutsche Telekom-Aktie ausstrahlen.
Zusatzgeschäft mit dem WM-Paket
Neben der operativen Entwicklung sorgt die Deutsche Telekom im Privatkundengeschäft für Aufmerksamkeit: Der Konzern bietet ein WM-Paket mit 104 Spielen an. Das Angebot ergänzt das Portfolio im Bereich Sport- und Streaming-Inhalte, über das die Telekom traditionell zusätzliche Kunden an sich binden will.
Für Anleger bleibt der heutige Handelstag damit doppelt entscheidend: Der Aktienrückkauf liefert ein Signal der Kapitalmarktkommunikation, während die US-Zahlen von T-Mobile US zeigen werden, wie robust das für den Konzern wichtigste Auslandsgeschäft dem wachsenden Wettbewerbsdruck durch AT&T standhält.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 23. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

