Die Deutsche Telekom verlegt Glasfaserkabel in einem beispiellosen Tempo. Allein im Januar schuf der Konzern 120.000 neue Anschlüsse und übertraf den Vorjahreswert damit um 40 Prozent. Hinter dieser hohen Ausbaugeschwindigkeit verbirgt sich jedoch ein handfestes Problem für die künftige Rentabilität. Zahlreiche Haushalte lassen die hochmodernen Leitungen schlichtweg links liegen.
Milliarden für die Infrastruktur
Bis 2030 fließen gewaltige 30 Milliarden Euro in den Netzausbau. Das Ziel des Managements ist klar definiert: 25 Millionen Haushalte sollen bis zum Ende des Jahrzehnts an das schnelle Netz angebunden sein. Aktuell haben bereits 12,7 Millionen Kunden die theoretische Möglichkeit, Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 Mbit/s zu buchen.
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Genau hier hakt es in der Praxis. Einer aktuellen Verivox-Studie zufolge lassen 22 Prozent der Haushalte mit verfügbarem Glasfaseranschluss diesen ungenutzt. Sie verbleiben stattdessen bei älteren DSL- oder Kabelverträgen. Zwar markiert dies einen Fortschritt gegenüber den 32 Prozent aus dem Oktober 2024, bedeutet für das Unternehmen aber weiterhin brachliegendes Umsatzpotenzial. Jede inaktive Leitung verzögert den Rückfluss der getätigten Investitionen.
Strategiewechsel im Vertrieb
Um die teure Infrastruktur in zahlende Kundschaft zu verwandeln, passt die Telekom ihre Herangehensweise an. Es reicht nicht mehr aus, die Kabel lediglich in die Straßen zu legen. Mitarbeitende sollen künftig bundesweit direkt an der Haustür beraten und die Aktivierungsquote nach oben treiben. Erste Erfolge dieser direkten Ansprache zeichnen sich bereits ab. Im vergangenen Jahr entschieden sich 584.000 neue Haushalte für die Technologie. Bis 2027 plant der Konzern einen jährlichen Zuwachs von einer Million aktiven Nutzern.
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Fundamentell steht das Unternehmen ohnehin auf einem stabilen Fundament. Nach einem organischen Umsatzwachstum auf 119,1 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr erwartet der Vorstand für 2026 einen weiteren Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie auf rund 2,20 Euro. Diese solide operative Entwicklung spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 33,35 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 20 Prozent.
In den kommenden Wochen stehen nun zwei konkrete Termine im Kalender der Anleger. Am 1. April findet die Hauptversammlung in Bonn statt, bevor am 13. April die Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di beginnen. Die Entwicklung der Personalkosten wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Langfristig entscheidet jedoch ausschließlich die kommerzielle Auslastung der neuen Glasfasernetze darüber, ob sich die Vorabinvestitionen in einem steigenden Cashflow niederschlagen.
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