Die Deutsche Telekom setzt gleich mehrere Akzente: bessere Zahlen für 2025, eine selbstbewusste Prognose für 2026 – und ein Satelliten-Projekt mit Starlink, das Europas Funklöcher adressieren soll. Das Paket wirkt wie ein strategisches Update mit klarer Botschaft: Wachstum soll nicht nur aus dem Kerngeschäft kommen, sondern auch aus neuen Technologien. Doch wie konkret sind die nächsten Schritte?
Starlink-Deal: Satellit statt Funkloch
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona kündigte der Konzern eine Kooperation mit SpaceX’ Starlink an. Geplant ist ein satellitenbasierter Mobilfunkdienst in zehn europäischen Ländern, der im Frühjahr 2028 starten soll. Zielgruppe sind Regionen, in denen klassischer Netzausbau schwer umzusetzen ist – etwa wegen Naturschutzauflagen oder anspruchsvoller Topografie.
Technisch setzt das Projekt auf Direct-to-Cell/Direct-to-Device. Heißt: Kompatible Smartphones sollen sich ohne Zusatzhardware direkt mit Starlink-Satelliten verbinden können. Wenn das terrestrische Netz abreißt, soll das Gerät automatisch ins Satellitennetz wechseln. Laut Mitteilung würde das Vorhaben im Telekom-Footprint potenziell über 140 Millionen Abonnenten erreichen. Ein wichtiger Hintergrund: T-Mobile US, an der die Deutsche Telekom mehrheitlich beteiligt ist, arbeitet in den USA bereits mit Starlink in diesem Bereich.
Zahlen 2025: Prognosen übertroffen, USA bleibt der Motor
Für 2025 meldete die Deutsche Telekom 119,1 Mrd. Euro Umsatz (+2,9%; organisch +4,2%). Das bereinigte EBITDA AL stieg auf 44,2 Mrd. Euro (organisch +4,7%). Der wichtigste Treiber blieb erneut T-Mobile US: Umsatz +4,1%, Service-Umsatz +7,8%, operativer Gewinn knapp +7%.
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In Deutschland zeigte sich ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank leicht um 0,4% auf 25,6 Mrd. Euro – vor allem wegen niedrigerer Geräteumsätze. Gleichzeitig legten die Service-Umsätze organisch um 1,1% zu, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro.
Beim Glasfaser-Ausbau meldete der Konzern 2,5 Mio. neue Anschlüsse in 2025. Damit sind 12,6 Mio. Haushalte erreichbar, das Ziel liegt bei mindestens 25 Mio. bis 2030. Zudem wurden in Deutschland über 2 Mio. FTTH-Kunden überschritten.
Dividende, Rückkäufe, Guidance: klare Signale für 2026
Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor (+11%), die Auszahlung soll voraussichtlich am 8. April erfolgen. Zusätzlich plant der Konzern Aktienrückkäufe bis zu 2 Mrd. Euro im Jahr 2026; Ende Februar 2026 wurden im Rahmen des laufenden Programms 1.140.238 Aktien zurückgekauft.
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Die Guidance für 2026 fällt ambitioniert aus: bereinigtes EBITDA AL rund 47,4 Mrd. Euro (ca. +7%), Free Cash Flow AL rund 19,8 Mrd. Euro und ein bereinigtes EPS von etwa 2,20 Euro (rund +10% währungsbereinigt). Dazu passt der jüngste Schritt, den Anteil an T-Mobile US im Februar auf 52,8% zu erhöhen – und 2026 keine Anteile verkaufen zu wollen.
Auch strategisch setzt der Konzern Akzente: Auf dem MWC wurde betont, dass KI systematisch in Netzmanagement, Kundenservice und Produktentwicklung integriert wird. Zudem stellte die Telekom den Magenta AI Call Assistant vor, umgesetzt mit ElevenLabs und laut Angaben nur nach expliziter Aktivierung durch Kunden nutzbar.
Zum Wochen-Schluss lag die Aktie bei 32,77 Euro (-0,76%). Auf 30 Tage steht dennoch ein Plus von 8,22%, seit Jahresanfang +17,58%.
Am 1. April 2026 folgt die Hauptversammlung, am 13. Mai 2026 legt der Konzern die Q1-Zahlen vor – zwei Termine, an denen sich zeigen dürfte, wie belastbar die 2026er Ziele im laufenden Jahr bereits unterfüttert werden.
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