Deutsche Telekom Aktie: Verdi dreht auf

Verdi verschärft den Tarifkonflikt bei der Telekom mit flächendeckenden Warnstreiks. Kunden müssen mit Service-Einschränkungen rechnen.

Deutsche Telekom Aktie
Kurz & knapp:
  • Ausweitung der Warnstreiks auf vier Bundesländer
  • Verdi kritisiert fehlendes Angebot der Arbeitgeber
  • Forderung nach 6,6 Prozent mehr Entgelt
  • Telekom-Aktie reagiert verhalten auf Streiks

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom eskaliert. Nachdem am Dienstag bereits mehr als 3.000 Beschäftigte in sieben Bundesländern die Arbeit niederlegten, zieht Verdi die Schrauben weiter an.

Breite Front gegen die Arbeitgeber

Am Mittwoch weiten sich die vollschichtigen Warnstreiks auf Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus. Die Gewerkschaft gibt als Grund die zweite Verhandlungsrunde an, in der die Arbeitgeberseite kein einziges Angebot auf den Tisch gelegt hat. Aus Sicht von Verdi bleibt deshalb nur der Druckaufbau von unten.

Für Telekom-Kunden bedeutet das konkrete Einschränkungen: schlechtere Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Service und beim Glasfaserausbau sowie Terminabsagen. Kein Pappenstiel, gerade angesichts des laufenden Infrastrukturausbaus.

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Was Verdi fordert — und warum die Lücke groß ist

Auf dem Verhandlungstisch liegt eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit, dazu ein Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Für Auszubildende und dual Studierende fordert die Gewerkschaft monatlich 120 Euro mehr sowie einen eigenen Bonus von 240 Euro pro Jahr.

Der Konzern in Deutschland besteht aus 20 tarifgebundenen Einzelunternehmen, für die nun gemeinsam verhandelt wird — insgesamt geht es um rund 60.000 Beschäftigte. Die meisten bestehenden Entgelttarifverträge liefen zum 31. März 2026 aus. Die nächste reguläre Verhandlungsrunde ist erst für den 11. und 12. Mai angesetzt. Bis dahin dürfte der Druck weiter wachsen.

An der Börse reagierten Anleger nüchtern: Die Aktie gab auf XETRA rund 0,4 Prozent nach und schloss bei 26,76 Euro. Ein klares Warnsignal ist das nicht — der Markt bewertet den Streik bislang als beherrschbar.

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Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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