Die Deutsche Telekom erreicht bei S&P eine neue Bonitätsstufe. Die Agentur hebt das langfristige Emittentenrating von BBB+ auf A- und führt den Konzern damit erstmals in den A-Bereich. Für den DAX-Konzern ist das mehr als ein Etikett. Es zeigt, wie stark Cashflow und Effizienz inzwischen das Profil prägen.
S&P setzt auf Cashflow
S&P begründet den Schritt mit der operativen Entwicklung. Die Ratinganalysten rechnen mit einem freien operativen Cashflow von mehr als 20 Milliarden Euro pro Jahr. Das gibt der Telekom Spielraum für Investitionen, Schuldensteuerung und mögliche Zusatzbelastungen.
Das Kurzfristrating bleibt bei A-2, der Ausblick ist stabil. S&P erwartet weiter wachsende Dienstleistungsumsätze und mehr Effizienz im Betrieb. Daraus soll sich die EBITDA-Marge schrittweise verbessern.
Quartalszahlen stützen das Bild
Die Hochstufung fällt mit neuen Zahlen zusammen. Für das abgelaufene Quartal meldete die Telekom einen Umsatz von 29,870 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent.
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Auf den ersten Blick wirkt das Wachstum schmal. Operativ sieht das Bild besser aus, weil Währungseffekte und Sondereinflüsse den Vergleich verzerren können.
In Deutschland legte der Umsatz um 1,9 Prozent zu. Das US-Geschäft lag dagegen leicht im Minus mit 0,3 Prozent. Organisch wuchs der Konzernumsatz um 4,7 Prozent.
Auch beim Ausblick gab es eine kleine Anhebung. Das Management erwartet nun ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,5 Milliarden Euro. Vorher lag die Zielmarke knapp darunter.
Tarifkonflikt bleibt der Gegenpol
Parallel zur Bonitätsnachricht verschärft sich der Tarifkonflikt mit ver.di. Die Gewerkschaft weist das jüngste Strukturangebot der Arbeitgeber als unzureichend zurück. In Potsdam begleiteten rund 2.500 Beschäftigte die Verhandlungen mit einer Kundgebung.
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Seit Beginn des Arbeitskampfs beteiligten sich mehr als 20.000 Beschäftigte an Warnstreiks. Das kann im Alltag spürbar werden. ver.di nennt schlechtere Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Service und Rückstände beim Glasfaserausbau.
Die Gewerkschaft fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte mehr Geld. Konkret geht es um 6,6 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dazu kommen ein Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr und höhere Ausbildungsvergütungen um 120 Euro monatlich.
An der Börse kommt das bessere Rating dennoch gut an. Die Aktie steigt am Mittwoch um 2,68 Prozent auf 28,35 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht aber weiter ein Minus von 10,60 Prozent.
Technisch ist das Bild noch nicht sauber. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 30,37 Euro und auch unter der 200-Tage-Linie bei 29,28 Euro. Der RSI von 77,5 signalisiert zudem eine kurzfristig angespannte Lage.
Bis zur nächsten Tarifrunde am 26./27. Mai bleibt die Telekom damit zweigeteilt: operativ solide genug für ein besseres Rating, aber im Tagesgeschäft belastet durch den Arbeitskampf. Ein Schlusskurs über 29,28 Euro würde zumindest den Abstand zur langfristigen Durchschnittslinie schließen.
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