Korruptionsermittlungen, neue Verbraucherrechte und laufende Lohnverhandlungen — die Deutsche Telekom kämpft derzeit an mehreren Fronten. Der Kurs spiegelt das wider: Minus 14,5 Prozent in einem Monat, aktuell rund 27 Euro.
Ermittlungen, Tarifstreit, neue Regulierung
Die Kölner Staatsanwaltschaft hat einen Mitarbeiter einer Telekom-Tochterfirma sowie neun weitere Personen wegen Korruptionsverdachts ins Visier genommen. Der Vorwurf: Der 37-Jährige soll einem Bauunternehmen Glasfaser-Aufträge zugeschanzt und dafür kassiert haben. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch einen anonymen Hinweis, der intern bei der Telekom einging und von dort an die Behörden weitergeleitet wurde — ein Indiz für funktionierende Compliance-Strukturen.
Parallel laufen Tarifverhandlungen. Ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit sowie einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro. Auch Auszubildende sollen spürbar mehr erhalten.
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Seit dem 20. April können Mobilfunkkunden erstmals rechtswirksam schlechte Netzqualität nachweisen — per App der Bundesnetzagentur — und darauf eine Preisminderung oder Sonderkündigung stützen. Das betrifft alle Anbieter. Die Telekom erreichte Ende 2025 laut Bundesnetzagentur 92,5 Prozent der deutschen Fläche mit 4G und 87,9 Prozent mit 5G. Das breite Netzprofil dürfte das Risiko begrenzen.
Charttechnik zeigt klares Bild
Die Aktie notiert knapp 8 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 29,46 Euro — und damit in kurz-, mittel- sowie langfristigen Abwärtstrends. Am 22. April kreuzte der Kurs den GD 200 nach unten, ein klassisches Abwärtssignal. Das 52-Wochen-Tief bei 26,45 Euro liegt nur noch rund 2 Prozent entfernt.
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Das laufende Aktienrückkaufprogramm liefert eine kontinuierliche Nachfrage am Markt. Allein bis Ende Februar 2026 erwarb die Telekom über Xetra mehr als 11 Millionen eigene Aktien. Das stützt, reicht aber offensichtlich nicht aus, um den Abwärtsdruck zu brechen.
Analysten bleiben optimistisch — Quartalszahlen am 13. Mai
Trotz der Kursschwäche steht die Analystengemeinde geschlossen hinter dem Titel. Alle 18 regelmäßig urteilenden Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf oder gewichten sie über. Die Kursziele reichen von 35,70 bis 42,00 Euro — und liegen damit sämtlich deutlich über dem aktuellen Niveau.
Am 13. Mai 2026 legt die Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Das Unternehmen peilt für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von 47,4 Milliarden Euro und einen Free Cashflow von knapp 20 Milliarden Euro an. Ob die Q1-Zahlen das Vertrauen der Analysten bestätigen und den Kurs stabilisieren, wird sich dann zeigen — die Lücke zwischen Kursziel und Kurs ist jedenfalls selten so groß gewesen.
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