Ein weltweiter Ausverkauf bei KI- und Halbleiteraktien belastete laut Tagesschau am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt. In diesem schwachen Marktumfeld verlor die Deutz-Aktie 2,0%. Berenberg hatte am selben Tag seine Kaufempfehlung nach den Quartalszahlen bestätigt.
Analysten gewichten den Umbau unterschiedlich
Berenberg beließ das Kursziel am Freitag bei 16,50 Euro und die Einstufung bei „Buy“. Analyst Lasse Stueben zufolge überschattete der vorzeitige Abschluss der FFG-Übernahme die durchwachsenen Quartalsergebnisse. Er wertete den Erwerb als wichtigen Schritt der Unternehmenstransformation.
Die DZ Bank senkte dagegen am Donnerstag den fairen Wert von 16 auf 15 Euro und bestätigte „Kaufen“. Analyst Thorsten Reigber verwies auf das Potenzial der FFG-Übernahme und des neuen Verteidigungsstandbeins.
Die Geschäftszahlen zeigen unterschiedliche Entwicklungen bei operativer Profitabilität und Konzernergebnis. Deutz meldete am Donnerstag für die ersten neun Monate 2026 ein bereinigtes EBIT von 118,2 Millionen Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 36,0 Prozent.
Im dritten Quartal 2026 sank das Konzernergebnis hingegen auf 6,9 Millionen Euro, nach 12,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der freie Cashflow vor Übernahmen und Zusammenschlüssen lag in den ersten neun Monaten 2026 bei minus 50,2 Millionen Euro.
Finanzvorstand beantwortet Anlegerfragen
Für den 10. November 2026 ist ein virtueller Anlegerdialog mit Finanzvorstand Oliver Neu angekündigt. Medienberichten zufolge soll er Fragen von Privatanlegern beantworten. Auf der Themenliste stehen die FFG-Übernahme, der Umbau zur Industrieplattform und die Geschäftsentwicklung der Unternehmensbereiche nach neun Monaten.
Der Aufsichtsrat verlängerte am Donnerstag außerdem Neus Vertrag bis zum 30. September 2032. Die bisherige Laufzeit endete am 30. September 2027.
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