Bei Deutz zeichnen sich deutliche Einschnitte beim Personal ab. Das Kölner Unternehmen befasst sich Berichten zufolge intern mit Plänen zur Verringerung der Belegschaft am Heimatstandort. Gleichzeitig heben Analysten ihr Kursziel für das Papier spürbar an.
Berichte über Einschnitte im Kölner Stammwerk
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen plant Deutz am Kölner Stammwerk den Abbau von 130 bis 200 Stellen. Im Maximalfall könnten sogar bis zu 300 Arbeitsplätze von den Maßnahmen betroffen sein. Ein Konzernsprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorgang ab.
Bereits gestern hatte das Handelsblatt über Pläne für das Unternehmen berichtet. Nach diesen Angaben könnten bei Deutz insgesamt bis zu 400 Stellen wegfallen. Rund 100 Arbeitsplätze seien dabei bereits im Abbau oder abgebaut. Ein möglicher weiterer Abbau von 300 Stellen sei am Dienstag intern abgestimmt worden.
Die Unternehmensführung lehnte auch auf Nachfrage der Zeitung eine Stellungnahme ab. Die Zurückhaltung des Managements lässt die genaue Ausgestaltung der Maßnahmen vorerst offen. Dennoch zeigen die Berichte, dass bei Deutz über spürbare Anpassungen der Belegschaft verhandelt wird.
Berenberg hebt Kursziel für Deutz an
Trotz der Berichte über den Personalabbau stufen Analysten die weiteren Aussichten positiv ein. Das Analysehaus Berenberg hob heute das Kursziel für Deutz von 13,00 auf 16,50 Euro an. Die Einstufung beließen die Experten unverändert bei „Buy“.
Die Experten trauen dem Papier damit eine deutliche Erholung zu. Für Marktteilnehmer ist die optimistische Einschätzung ein Signal für mittelfristiges Vertrauen in die Entwicklung des Konzerns.
Am heutigen Mittwoch reagiert die Deutz-Aktie an der Börse mit leichten Verlusten. Das Papier notiert bei 11,08 Euro, was einem Minus von 1,7 Prozent entspricht.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erregte vor gut einer Woche eine Transaktion im Umfeld des Konzerns. Dr. Rudolf Maier erwarb Deutz-Aktien im Gesamtwert von 99.540,00 Euro an der Börse Stuttgart. Der Kauf erfolgte zu einem Preis von 11,06 Euro je Aktie.
Damit ergibt sich für Anleger ein geteiltes Bild. Während die Berichte über den Stellenabbau in Köln auf Anpassungsbedarf hinweisen, setzt die Kaufempfehlung von Berenberg einen klaren Gegenpol.
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