Deutz plant einem Bericht der Börsen-Zeitung von gestern zufolge im Motorengeschäft den Abbau von bis zu 300 weiteren Stellen. Die Aktie verlor gestern 4,1 %. Ein Zusammenhang zwischen dem berichteten Stellenabbau und der Kursbewegung ist damit nicht belegt.

DZ Bank senkt fairen Wert

Die DZ Bank senkte gestern Medienberichten zufolge den fairen Wert für Deutz von 16 € auf 15 €. Die Einstufung beließ das Haus bei „Kaufen“.

MPCM hatte am 30. Oktober ebenfalls eine Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel bei 19 € belassen. Diese Studie bezog sich auf die Auswahl von Fahrzeugplattformen der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft durch die Niederlande.

Für die ersten neun Monate 2026 meldete Deutz einen Umsatz von 1.669,2 Mio. €. Der Auftragseingang erreichte 1.962,5 Mio. €. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 118,2 Mio. €.

Die bereinigte EBIT-Marge stieg in diesem Zeitraum auf 7,1 %, nach 5,8 % im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal blieb der Umsatz dagegen mit 553,9 Mio. € hinter den Erwartungen zurück. Der Analystenkonsens hatte bei 562 Mio. € gelegen.

Auch beim bereinigten EBIT verfehlte Deutz die Erwartungen: Das Unternehmen meldete 38,5 Mio. €, während Analysten mit 40 Mio. € gerechnet hatten.

Finanzvorstand bleibt bis 2032

Deutz verlängerte gestern den Vertrag von Finanzvorstand Oliver Neu bis 2032. Bereits am 30. Oktober hatte Aufsichtsratsmitglied Melanie Freytag insgesamt 5.000 Aktien für 48.175,64 € gekauft; die entsprechende Mitteilung wurde am Montag veröffentlicht.

Für den 10.11.2026 ist die Veranstaltung „DEUTZ-Finanzchef im Dialog“ angekündigt. Dabei sind Einblicke in die Verteidigungsstrategie vorgesehen.

Ich lese das dritte Quartal als Dämpfer, nicht als Bruch: Umsatz und bereinigtes EBIT verfehlten die Erwartungen, die bereinigte EBIT-Marge stieg über neun Monate aber auf 7,1 %. Mein Prüfstein ist der 10.11.2026 mit Einblicken in die Verteidigungsstrategie.