Für die Aktie der Deutz ging es am Montag irritierend los: Die Notierungen verloren auf Xetra etwas, während an der wohl entscheidenderen Börse in München immerhin ein Aufschlag in Höhe von 0,7 % dazukam. Die Notierungen sind unverändert faszinierend im Aufwärtstrend. Es gibt keine Chance, dem Drive zu entgehen, der von der Rüstungsindustrie ausgeht.

Die Kurse haben mit nun 7,45 Euro einen Stand erreicht, der nur einmal in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich überrundet worden war. Die Aktie war für einen sehr kurzen Zeitraum auf annähernd 10 Euro nach oben geschossen. Die Kurse haben dabei schlicht überdreht. Der Aufwärtstrend hat sich indes normalisiert. Die Kurse sind in erstklassiger Verfassung.

Deutz: Der Aufwärtstrend hat beste Chancen

Deutz zählt deshalb zu den Profiteuren der aktuellen Stimmung, weil die Rüstungsindustrie zunehmend mehr Geld und Aufträge aus dem politischen Betrieb heraus erwarten kann. Denn:

Die Ukraine bzw. der Krieg in der Ukraine heizt die Stimmung weiter an. Die medialen Diskussionen sehen eine Eskalation, die vor wenigen Wochen bei den anstehenden Friedensverhandlungen so nicht erwartet worden war. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Kurse des Unternehmens von Deutz wie auch bei der Rheinmetall oder der Hensoldt im Wesentlichen davon getrieben werden, dass die nächsten Schritte in der Aufrüstungsdebatte anstehen.

Die Deutz hat dabei aus der Wahrnehmung von Investoren und Analysten sicher noch nicht einmal das Tempo erreicht, das von Hensoldt oder Renk bzw. Rheinmetall vorgegeben wird. Im laufenden Jahr ging es lediglich um rund 84 % aufwärts, was vergleichsweise moderat ist. Die Ausrüstung von Militärfahrzeugen mit Antriebstechnologie scheint jedoch in Zeiten, in denen Rüstungsgelder en masse freigegeben werden, ein treffendes Geschäftskonzept zu sein. Die Stimmung rund um Deutz bleibt ausgesprochen stark, das nächste Top wartet bereits.