Die Deutz-Aktie hat ihre Aufwärtsbewegung am Dienstag fortgesetzt. Im deutschen Handel gewann der Titel am Nachmittag 1,46 % auf 13,22 Euro. Der Börsenwert des Kölner Motorenherstellers liegt inzwischen bei rund 2 Milliarden Euro.
Einen wichtigen Teil der Wachstumspläne bildet das Rüstungsgeschäft. Mit der Übernahme von FFG in Flensburg erweitert Deutz seine Aktivitäten bei militärischen Fahrzeugen und Dienstleistungen. Damit erschließt sich der Konzern ein Geschäftsfeld, das stärker von staatlichen Verteidigungsbudgets und mehrjährigen Programmen getragen wird.
Bewertung der Aktie ist noch zu niedrig, meint die Spitzenanalyse von bis zu 18 Euro
Die Bewertung berücksichtigt bereits erhebliche Erwartungen an diese Erweiterung. Auf Basis der genannten Kennzahlen kommt Deutz auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 25. Für einen Motorenhersteller mit zuletzt niedrigen Gewinnmargen ist das eine anspruchsvolle Bewertung. Das zeigen die Zahlen des zweiten Quartals. Deutz setzte 585,30 Millionen Euro um und erzielte einen Betriebsgewinn von 14,80 Millionen Euro. Daraus errechnet sich eine operative Marge von rund 2,5 %. Der Nettogewinn erreichte 11,40 Millionen Euro, entsprechend einer Nettomarge von 1,95 %.
Im ersten Quartal hatte der Umsatz noch bei 530 Millionen Euro gelegen. Bis zum zweiten Quartal legten die Erlöse damit um gut 10 % zu. Der Nettogewinn entwickelte sich in die andere Richtung und sank von 21,50 auf 11,40 Millionen Euro, ein Rückgang von knapp 47 %. FFG erweitert das Geschäft um militärische Fahrzeuge sowie Dienstleistungen, die über längere Produktzyklen Erlöse bringen können. Wartung, Modernisierung und Ersatzteile können auch Jahre nach der Auslieferung eines Fahrzeugs weitere Umsätze erzeugen. Für Deutz verbreitert sich damit die Ertragsbasis über das traditionelle Motorengeschäft hinaus.
Von Analystenseite steht ein Kursziel von 18 Euro im Raum. Gegenüber dem Dienstagskurs von 13,22 Euro sind das 4,78 Euro beziehungsweise rund 36 % Aufwärtspotenzial.
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