Volle Auftragsbücher, aber Zahlen knapp unter den Erwartungen: Deutz liefert im dritten Quartal ein gemischtes Bild. Der Motorenbauer wächst zweistellig und hebt die Margenprognose an, die Analysten hatten allerdings noch etwas mehr erwartet.
Nachfrage zieht kräftig an
Der Auftragseingang sprang um 34,2 Prozent auf 631,2 Millionen Euro. Das ist der stärkste Wert der Zahlenreihe. Der Umsatz legte um 12,3 Prozent auf 553,9 Millionen Euro zu, verfehlte damit aber den Konsens von 562 Millionen Euro.
Beim bereinigten EBIT sah es ähnlich aus: Es stieg um 23,4 Prozent auf 38,5 Millionen Euro, die Erwartung lag bei 40 Millionen. Die Marge verbesserte sich von 6,3 auf 7,0 Prozent, Analysten hatten 7,1 Prozent auf dem Zettel.
Der Überschuss zeigt ein uneinheitliches Bild. Im Quartal sank er um 44 Prozent auf knapp 7 Millionen Euro. Über die ersten neun Monate hat er sich dagegen auf gut 40 Millionen Euro verdoppelt.
FFG-Zukauf stützt den Ausblick
Beim Ausblick wird Deutz etwas zuversichtlicher. Nach der vollzogenen Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) rechnet das Unternehmen bei der bereinigten EBIT-Marge nun am oberen Ende des Zielkorridors von 6,5 bis 8,0 Prozent, also bei rund 8 Prozent. Die Umsatzprognose von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro bleibt unverändert.
Vorstandschef Sebastian Schulte sprach von einem „weiterhin herausfordernden Marktumfeld“, in dem Deutz bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erneut zweistellig gewachsen sei und die Profitabilität deutlich gesteigert habe.
Die Börse nahm die Zahlen wohlwollend auf. Die Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise um 1,8 Prozent auf 9,85 Euro zu. Das Plus fällt moderat aus, was zur Mischung aus starkem Auftragseingang und knapp verfehlten Konsensschätzungen passt. Für den Rest des Jahres steht nun die Marge am oberen Ende der Spanne im Mittelpunkt, getragen vom Beitrag der FFG.
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